+
Der Mann soll dem Münchner Amokläufer Ali David S. eine Pistole des Typs „Glock 17“ verkauft haben.

Staatsanwaltschaft übernimmt

Ermittlungen gegen Amok-Waffenverkäufer nun in München

München - Ein halbes Jahr nach dem Amoklauf am OEZ in München hat die Staatsanwaltschaft in der bayerischen Landeshauptstadt nun die Ermittlungen gegen den Waffenverkäufer übernommen.

Knapp ein halbes Jahr nach dem Amoklauf von München ermittelt die Staatsanwaltschaft nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ nun auch gegen den mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe in Hessen. Die Münchner Ermittler hätten das Verfahren von der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt/Main übernommen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft München I wollte den Bericht auf Anfrage weder kommentieren noch dementieren. Sie kündigte für Donnerstag eine Mitteilung an.

Der mutmaßliche Waffenhändler war Mitte August in Marburg bei einem Scheingeschäft festgenommen worden. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Er soll dem Amokläufer von München eine Pistole samt Munition für 4350 Euro verkauft haben. Damit hatte der 18-Jährige am 22. Juli in München neun Menschen und sich selbst erschossen.

Zunächst war gegen den mutmaßlichen Waffenlieferanten wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt worden. Vor knapp zwei Monaten wurde der Haftbefehl gegen den Mann dann unter anderem auf fahrlässige Tötung in neun Fällen ausgeweitet.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Feueralarm: S-Bahnen halten wieder am Hauptbahnhof
Zahlreiche Pendler sind Tag für Tag auf den S-Bahn-Verkehr in und um München angewiesen. Doch immer wieder kommt es zu Störungen, Sperrungen und Ausfällen. In unserem …
Nach Feueralarm: S-Bahnen halten wieder am Hauptbahnhof
Aberwitzige Aktion der Bahn gegen „schwarzfahrende“ Seniorin: Sie soll jetzt 2,90 Euro zahlen
Was Hilde H. in der S-Bahn passiert ist, hat unter den Lesern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Wie könne man mit einem ehrlichen Fahrgast so umgehen? „Ein …
Aberwitzige Aktion der Bahn gegen „schwarzfahrende“ Seniorin: Sie soll jetzt 2,90 Euro zahlen
Bei Messerattacke in Nachtclub drei Männer verletzt - trotzdem kein Knast
Erkan G. (31) hat in einer Table-Dance-Bar mit einem Messer um sich gestochen und drei Männer verletzt – ins Gefängnis muss er trotzdem nicht.
Bei Messerattacke in Nachtclub drei Männer verletzt - trotzdem kein Knast
Outdoor-Tipps für München: Die fünf schönsten Spaziergänge in der Stadt
Wer braucht schon Kurztrips aufs Land, wenn man auch in München zur Ruhe kommen kann? Wir verraten die schönsten Routen für Spaziergänge in München und geben Ihnen …
Outdoor-Tipps für München: Die fünf schönsten Spaziergänge in der Stadt

Kommentare