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Für mehr Sicherheit im Brandfall sollen die neuen Türen sorgen – nicht alle sind von dem Konzept überzeugt.

Erste Brandschutztüren für S-Bahnhöfe fertig

München - Die Bauarbeiten an den Brandschutztüren für die S-Bahn-Haltestellen am Rosenheimer Platz und Isartor sind beendet. Weitere Bahnhöfe sollen 2012 folgen.

Die ersten neuen Brandschutztüren an Münchens unterirdischen S-Bahnhöfen sind fertig. Nur noch einige kleine Baumaßnahmen stehen am Rosenheimer Platz und Isartor an. Ab Sommer 2012 werden nach und nach auch die anderen Innenstadt-Haltestellen Hauptbahnhof, Stachus und Marienplatz nachgerüstet. Wie berichtet, stehen die Türen am unteren Ende der Aufgänge bei Normalbetrieb offen, schließen aber im Brandfall und verhindern so, dass Rauch die Fluchtwege vernebelt. Von Innen lassen sie sich aber jederzeit öffnen.

Nicht alle sind von dem neuen Konzept begeistert. Bei der SPD-Stadtratsfraktion gingen mehrfach Beschwerden von Bürgern ein, die sich sorgten, im Brandfall könne es an den Aufgängen zu Engpässen kommen. „Es gibt verschiedene Thesen, was sinnvoll ist und was nicht. Viele halten diese Türen für eher hinderlich“, sagt Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat.

Seit 2007 setzt die Bahn nach und nach ein neues Brandschutzkonzept an den S-Bahnhöfen um. Nun hat die SPD beantragt, dass die Bahn das Konzept im Stadtrat vorstellen und speziell über den Nutzen der Rauchschutztüren informieren soll. „Einige Fahrgäste verunsichern die Türen eher, als sie das Sicherheitsgefühl erhöhen“, heißt es in dem Antrag.

„Die Fluchtwege bleiben möglichst lange rauchfrei und die Türen lassen sich im Rauchfall sehr schnell öffnen“, hält ein Bahnsprecher dagegen. Mehr Platz habe man auch ohne die Türen vor den Treppenaufgängen nicht.

Zeitgleich mit dem Einbau der neuen Türen wurden am Isartor und am Rosenheimer Platz auch die Rolltreppen ausgetauscht. Auch das sorgte bei einigen Fahrgästen für Unmut, weil zeitweise die Rolltreppen an allen Aufgängen gleichzeitig still gestanden hätten. „Prinzipiell steht immer nur eine Seite still“, sagt der Bahnsprecher. Bei Störungen könne es in Einzelfällen aber dazu kommen, dass kurz beide Seiten nicht benutzbar seien. Bis September sollen aber auch die Arbeiten an den Rolltreppen abgeschlossen sein.

Die Rolltreppen sind künftig auf die Brandschutztüren abgestimmt. Sobald die Türen bei Rauchentwicklung schließen, bleiben die Rolltreppen stehen, damit beide Richtungen als Fluchttreppe genutzt werden können und bei einer Panik die Rolltreppe nicht zur zusätzlichen Gefahr wird.

fh

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