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Posieren neben ihrem Covergirl: Veranstalter Ralf Gabriel (li.) und Florian Knauß von der Antike am Königsplatz.

Am 14. Oktober

Das erwartet uns heuer bei der „Langen Nacht der Museen“

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Zum 19. Mal lockt die „Lange Nacht der Museen“ Kunst- und Kulturbeflissene zur nächtlichen Rundreise durch die Stadt. Insgesamt 400 Programmpunkte werden am 14. Oktober von 19 bis 2 Uhr angeboten. Dazu gibt es ein Nachmittagsprogramm.

München - Diese „Aphrodite von Knidos“ ist etwas ganz Besonderes, betont Florian Knauß, Chef der Antike am Königsplatz, und deutet auf die Statue, die auf einem Sockel in der Glyptothek steht. Die Dame, ungefähr 350 v. Chr. zum Marmor-Leben erweckt, ist der erste weibliche Akt der Kunstgeschichte. Und gleichzeitig das Plakatmotiv für die mittlerweile 19. „Lange Nacht der Münchner Museen“, die am Samstag, 14. Oktober, fast 100 Häuser bis in die Puppen öffnen lässt.

Bis in die Puppen heißt immerhin von 19 bis 2 Uhr, also sieben Stunden lang. Allerdings, so wurde gestern auf der Pressekonferenz betont: Immer mehr Häuser bieten schon ein Nachmittagsprogramm, auch für Kinder. Zwischen 14 und 18 Uhr laden 18 Häuser zum Spielen, Staunen, Mitmachen und Entdecken. Zum Beispiel die Alte Münze in der Residenz, wo der Nachwuchs auf Schatzsuche gehen und eine eigene Münze stanzen kann. Ein paar Meter weiter kann man sich eine eigene Königskrone basteln, und im Ägyptischen Museum an der Gabelsbergerstraße lernt man, seinen Namen in Hieroglyphen zu schreiben.

Die „Lange Nacht“, präsentiert von unserer Zeitung, ist eine Erfolgsgeschichte: Rund 20 000 Besucher strömen Jahr für Jahr in Museen, Kirchen und Galerien. Neu dabei sind heuer unter anderem das Museum MUCA (zeitgenössische Kunst, Street-Art) an der Hotterstraße und der Münchner Blaulicht e.V., den Peter Reichl gestern vorstellte. Der Leiter des Kriminaldauerdienstes lädt die Besucher zu wohligen Schauer-Touren zu Münchner Original-Tatorten. Etwa Stationen zum Moshammer-Mord. Fünfmal ist ein Bus mit je 90 Fahrgästen unterwegs (19.15 Uhr, 20.30 Uhr, 22.30 Uhr, 23.45 Uhr und 1 Uhr). Anmeldung ab 18.30 Uhr in der Ettstraße. Wer mitfahren will, sollte pünktlich sein.

Die „Lange Nacht“ ist weit mehr als ein Bildersturm – die Häuser warten mit insgesamt 400 Sonderprogrammpunkten auf: Installationen, Konzerten und mehr.

Alle großen Häuser machen mit – außer der Alten Pinakothek (Sanierung) und der Kunsthalle. Die größten Hallen sind ohnehin Kirchen. Sieben sitzen mit im Nacht-Boot: Salvatorkirche, St. Bonifaz, St. Ludwig, St. Paul, St. Lukas, die Erlöserkirche und die Ehemalige Karmeliterkirche am Promenadeplatz.

Alles andere als erhebend wird garantiert wieder der spektakuläre Gang in den Untergrund: Alle halbe Stunde zwischen 19 und 21.30 Uhr kann man sich im Stil von „Der dritte Mann“ die Stadt von unten anschauen. Die Touren durch Münchens Kanäle sind heiß begehrt. Anmeldung unter Tel. 089/ 30 61 00 44.

Spannend könnte auch ein Ausflug in den wunderschönen Alten Südfriedhof werden, wo es in der ehemaligen Aussegnungshalle Filme zur Friedhofsgeschichte gibt. Im Hotel Mariandl am Beethovenplatz hingegen sind die Mieter etwas lebendiger: Hier beziehen junge Künstler der Akademie die Zimmer und zeigen, was sie können.

Und wem das alles zu trocken sein sollte: Das Müller’sche Volksbad zeigt seine herrliche Architektur, erklärt von Fachleuten.

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