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Religionsphilosoph Eugen Biser ist gestorben.

Er starb mit 96 Jahren

Religionsphilosoph Eugen Biser ist tot

München - Der Religionsphilosoph Eugen Biser ist tot. Er starb in der Nacht zum Dienstag mit 96 Jahren. Am 4. April ist ein Requiem in der Universitätskirche München geplant.

Der katholische Theologe und Religionsphilosoph Eugen Biser ist tot. Er sei in der Nacht zum Dienstag mit 96 Jahren gestorben, teilte die Eugen-Biser-Stiftung in München mit. Biser hatte sich mit seinem umfassenden Werk auch international einen Namen gemacht. Seine 150 Bücher und zahlreiche weitere Titel wurden in viele Sprachen übersetzt und nahezu weltweit abgedruckt. Am 4. April um 11.00 Uhr ist ein Requiem in der Universitätskirche St. Ludwig in München geplant, nachmittags soll der Theologe auf dem Waldfriedhof beigesetzt werden.

Eines der wichtigsten Anliegen Bisers: Eine Religion für die Menschen und nicht Menschen für die Religion, wie er einmal sagte. Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Richard Heinzmann, sprach von einer „Gesamtkonzeption des Christentums im Blick auf die Zukunft“. Der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx erklärte, die Kirche verdanke Biser eine Theologie, die die Größe christlicher Botschaft sichtbar mache. In seinem wissenschaftlichen Werk habe er geworben für einen „Gott Jesu Christi, der alles Angst- und Schreckenerregende aus dem Gottesbild der Menschen getilgt und dafür das Antlitz des bedingungslos liebenden Vaters enthüllt hat“, sagte der Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Biser wurde am 6. Januar 1918 im südbadischen Oberbergen am Kaiserstuhl. Nach einem Theologiestudium in Freiburg im Breisgau, das durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen wurde, ließ er sich 1946 zum Priester weihen. Als Professor lehrte er unter anderem in Passau, Würzburg und München. Die Universität in Graz verlieh ihm die Ehrendoktorwürde. Außerdem war Biser, der in München lebte, Päpstlicher Ehrenprälat.

dpa

 

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