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Viele Jugendliche schlagen sich auf eigene Faust zu Verwandten oder Freunden durch.

Unbegleitete Minderjährige

München: 800 Flüchtlingskinder vermisst

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In Europa sind angeblich tausende Flüchtlingskinder verschwunden. Auch in München, dem gerade bei den jungen Flüchtlingen eine Schlüsselrolle zukommt, sind es einige.

Im Februar schlug Europol Alarm: Seit 2014 seien in Europa mindestens 10 000 allein reisende Flüchtlingskinder verschwunden. In Deutschland verschwanden laut Bundesinnenministerium letztes Jahr knapp 6000. Menschenrechtler warnten, dass sie Opfer von Menschenhändlern werden könnten. Andere wiesen darauf hin, dass sich viele Jugendliche auf eigene Faust zu Verwandten und Freunden in andere Regionen durchschlügen.

Wie denn die Lage in München aussehe, fragten Mitglieder der Stadtratsfraktionen von FDP, HUT und Piraten im Februar. Gestern antwortete Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD): Im ersten Halbjahr 2015 wurden 250 junge Flüchtlinge als vermisst gemeldet, von Juli 2015 bis Januar 2016 waren es 542. Im zweiten Halbjahr kamen viel mehr Flüchtlinge an, darum sei auch die „Zahl der Vermissungen entsprechend höher“. Insgesamt meldete das Jugendamt der Polizei also knapp 800 Fälle. Darüber, ob sie woanders wieder auftauchten, werde die Stadt nicht weiter informiert, sagte ein Referatssprecher auf Nachfrage. Letztes Jahr trafen rund 10 000 alleinreisende Minderjährige in München ein, die Hälfte wurde weiterverteilt.

chu

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