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Polizei bei European Championships im Dauerstress: Neue Sperrungen - „Dann beginnen auch die Abschleppungen“

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Von: Phillip Plesch

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Wegen des Radrennens der Frauen bei den European Championships gilt in München ein Halteverbot. Die Polizei will falsch geparkte Autos ab Samstag, 20 Uhr abschleppen.

München – Stresstest für die Polizei: Etwa 1000 Autos standen vergangenes Wochenende im Halteverbot. Hintergrund: Wegen des Straßenradrennens der Männer und den Marathon-Wettbewerben im Rahmen der European Championships wurden zahlreiche Straßen in der Münchner Innenstadt abgesperrt.

Die Beamten versuchten noch, die Zahl der Abschleppungen zu reduzieren – letztlich mussten insgesamt aber dennoch rund 340 Fahrzeuge wegtransportiert werden. Oft zum Ärger der Anwohner (tz berichtete). Das soll sich dieses Wochenende nicht wiederholen!

European Championships: Radrennen am Sonntag in München – Abschleppungen drohen

Denn am Sonntag steht wieder ein Radrennen an, diesmal das der Frauen. Start ist in Landsberg, über Ammer- und Starnberger See geht es zur Isar und vom Münchner Süden über Pullach Richtung Innenstadt. Dort werden zwei Runden gedreht: Von Theresienwiese über Stachus, Siegestor und Friedensengel bis zur Ludwigstraße.

Straßensperrungen wegen des Radrennens bei den European Championships könnten Münchner am Wochenende wieder zur Verzweiflung bringen.
Straßensperrungen wegen des Radrennens bei den European Championships könnten Münchner am Wochenende wieder zur Verzweiflung bringen. © Jens Hartmann

Die Halteverbote in der Innenstadt gelten ab Samstag 20 Uhr. „Dann beginnen wir auch mit den Abschleppungen, sonst werden wir bis zum Morgen nicht fertig“, sagt Roland Helmig, Einsatzleiter der Polizei. Detaillierte Infos gibt’s im Netz unter www.munich2022.de.

European Championships: Drohne flog über Olympiapark – Polizei ermittelt Fotografen aus Italien

Ansonsten zieht Helmig ein weitestgehend positives Zwischenfazit. „Unser polizeiliches Konzept ist sehr gut aufgegangen“, sagt er. Negativer Höhepunkt war sicherlich der antisemitische Vorfall vom Dienstagabend. Wie berichtet, hatte ein 19-jähriger Berliner in Richtung einer israelischen Delegation den verbotenen „Hitler-Gruß“ gezeigt. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat die Ermittlungen gegen den Sicherheitsdienstangehörigen übernommen. Gegen seine drei Kollegen, die bei dem Vorfall ebenfalls im Dienst waren, seien keine Verfahren eingeleitet worden, teilt Helmig mit.

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Aufregung abseits der Sportstätten herrschte auch am Mittwoch gegen 22.30 Uhr im Olympiapark. Eine Drohne flog über die große Bühne am Olympiasee – und das wohl teils auch noch in unerlaubter Höhe. Die Polizei stellte als Tatverdächtigen einen 33-jährigen Fotografen aus Italien fest. Er sollte offenbar Aufnahmen vom nahegelegenen BMW-Gelände machen. Ihn erwartet nun ein Bußgeldverfahren nach dem Luftverkehrsgesetz. Die Speicherkarte stellte die Polizei sicher.

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