+
Barbara Kittelberger: Die Stadtdekanin steht vor einem Scherbenhaufen. 

Evangelisches Dekanat München

Kirchengeld verzockt: Bis zu 5,5 Millionen Euro?

München - Im evangelischen Dekanatsbezirk München sind mit riskanten Anlagen bis zu 5,5 Millionen Euro in den Sand gesetzt worden.

Wie Stadtdekanin Barbara Kittelberger am Mittwoch bekanntgab, hat das Kirchengemeindeamt erhebliche Teile der Rücklagen, die es treuhänderisch für das Dekanat und mehrere Gemeinden verwaltet, in sogenannte Mittelstandsanleihen investiert. Solche Anleihen werden meist von mittelständischen, nicht börsennotierten Betrieben über Banken herausgegeben und unterliegen nicht den scharfen Bestimmungen des Aktienrechts. Vier Unternehmen, in die auf diese Weise 5,5 Millionen Euro flossen, sind jetzt insolvent. Ob und wie viel Geld das Dekanat im Insolvenzverfahren wieder sieht, ist noch nicht absehbar.

Das Landeskirchenamt hat eine Sonderprüfung angeordnet, deren Ergebnisse noch ausstehen. Der im Kirchengemeindeamt zuständige Abteilungsleiter wurde suspendiert. Laut Kittelberger hatte das Kirchengemeindeamt dem Dekanat stets versichert, „dass das Geld sehr konservativ angelegt ist“.

Um den Verlust auszugleichen, so die Stadtdekanin, müsse man möglicherweise Immobilien verkaufen.  

sc

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wohnung für „Corona-Helden“: Münchnerin postet spezielle Anzeige auf Facebook - mit enormer Resonanz
Inmitten der Corona-Krise hat sich eine Studentin in München eine besondere Aktion überlegt. Auf Facebook teilt sie ihr Wohnungs-Angebot für „Corona-Helden“.
Wohnung für „Corona-Helden“: Münchnerin postet spezielle Anzeige auf Facebook - mit enormer Resonanz
Corona in München: Neue Todesfälle gemeldet - Polizei mit emotionalen Worten an Bürger: „Für uns alle ...“
Seit mehr als zwei Wochen gelten in Bayern Ausgangsbeschränkungen. Bei den Verstößen ist München trauriger Spitzenreiter. Nun gibt es neue Zahlen.
Corona in München: Neue Todesfälle gemeldet - Polizei mit emotionalen Worten an Bürger: „Für uns alle ...“
Jeden Tag zur gleichen Zeit: Neunjähriger Bub rührt mit Corona-Aktion in Schwabinger Hinterhof
Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Einschränkungen belasten die Menschen in München. Doch viele sorgen mit rührenden Aktionen für Hoffnung - so auch Lukas (9) …
Jeden Tag zur gleichen Zeit: Neunjähriger Bub rührt mit Corona-Aktion in Schwabinger Hinterhof
Kontrollen in Corona-Zeiten: Die Akzeptanz nicht gefährden
Die Polizei zeigt sich mit dem Verhalten der Münchner im Rahmen der Corona-Ausgangsbeschränkung zufrieden. Doch es ist ein schmaler Grat. Ein Kommentar von Mike Schier.
Kontrollen in Corona-Zeiten: Die Akzeptanz nicht gefährden

Kommentare