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Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt war über Jahrzehnte der Mannschaftsarzt beim FC Bayern.

Erfolgreicher Prozess des Ex-FCB-Docs

Müller-Wohlfahrt kämpft vor Gericht mit harten Bandagen

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München - Schon wieder Gerichts-Ärger für Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (74)! Der ehemalige Mannschaftsarzt des FC Bayern klagte gegen einen ehemaligen Anwalt - mit Erfolg.

Erst im Januar 2016 musste der frühere Bayern-Doc den Strafprozess gegen eine Bande verfolgen, die in seine Wohnung im Lehel eingebrochen war. Monate zuvor, im März 2015, lief der Prozess gegen einen Börsenmakler, der mit dem Geld seiner Frau Karin gezockt hatte. Aktuell streitet Müller-Wohlfahrt nun mit einem Münchner Anwalt um Honorar-Kosten. Es geht um insgesamt 12 000 Euro, die der Arzt per Zivilklage einfordert. Seit Freitag verhandelt das Landgericht – und fährt harte Bandagen auf!

Der Fall: Müller-Wohlfahrt hatte den Anwalt für einen Spezialauftrag angeheuert. Mit dessen Hilfe wollte der Ex-Bayern-Doc eine Auskunftsklage führen und zahlte die 12 000 Euro als Vorschuss an den Anwalt. Obwohl dieser behauptet hatte, alles sei wie geplant vorbereitet, war die Klage „tatsächlich nie beim Gericht eingegangen“, wie Richter Michael Baumgartner am Freitag feststellte.

Müller-Wohlfahrt gewinnt vor Gericht - vorerst

Mit anderen Worten: Müller-Wohlfahrt hatte im Voraus bezahlt, dann aber keine Leistung erhalten. Und das ist genauso gegen das Gesetz wie, wenn man einen Mechaniker beauftragt, der aber nicht das Auto repariert – sondern einfach nur abkassiert. Deshalb will Müller-Wohlfahrt nun seine Vorschuss-Zahlung zurück und bemüht dafür das Landgericht. Dort tauchte der beklagte Anwalt gestern trotz Ladung aber nicht auf. Begründung: Er hätte gedacht, er solle erst nächsten Freitag zum Prozess kommen. Das erfuhr der Richter aber erst durch einen Anruf in dessen Kanzlei. Und machte dann einfach kurzen Prozess: Durch das Nicht-Erscheinen fällte der Vorsitzende ein Versäumnisurteil. Dadurch hat Müller-Wohlfahrt juristisch gewonnen und dürfte sogar einen Gerichtsvollzieher anheuern, um seine Geldforderung einzutreiben.

Auch Müller-Wohlfahrt erschien nicht zum Termin. Er wurde aber durch seinen aktuellen Rechtsanwalt Alexander Moser vertreten. Der rechnet nun damit, dass das Urteil angefochten wird. Denn der frühere Anwalt behauptet, dass ihm selbst noch Honorare von Müller-Wohlfahrt zustehen würden – aus weiteren Mandaten.

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