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Grillen am Flaucher ist eine Lieblingsbeschäftigung der meisten Münchner. Nur 12.000 Party-Gänger auf einmal sind den Behörden etwas zu viel.

Facebook-Veranstaltung für ganz München

12.000 wollen zur Flaucher-Party, die es nicht gibt

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München - Auf Facebook wird zum "Angrillen am Flaucher" eingeladen. Mehr als 12.000 überlegen, diese Veranstaltung zu besuchen. Aber Achtung: Der Veranstalter ist kein Unbekannter.

Die Uhrzeit steht: 12 Uhr mittags, High Noon. Auch das Datum steht fest: Samstag, 20. August, im Hochsommer. Bei einer Google-Suche ist die Veranstaltung der Facebook-Seite "Feste und Events in München" unter dem Titel "Angrillen am Flaucher" zu finden. Und das Interesse ist groß. Mehr als 12.000 Facebook-User überlegen teilzunehmen. Mehr als 1400 haben fest zugesagt. Auch die Kommentare unter dem Aufruf sind fast alle positiv: "Angrillen am Flaucher das hört sich gut an. Da muss ich ja mal vorbeischauen", schreibt zum Beispiel "Christian Flaucher".

Facebook-Partys sind zu Beginn der Freiluft-Saison wieder sehr angesagt. Viele schätzen die Partys allerdings als extrem gefährlich ein. Umweltschützer fürchten Horden, die das Isar-Ufer komplett zumüllen. Anwohner fürchten den Lärm. Politiker und Polizei stört vor allem, dass solche Aufrufe rechtlich extrem fragwürdig sind. Denn eine Frage ist nach wie vor ungeklärt: Wer haftet? 

Facebook-Party in ganz München?

Aber seit kurzem ist von einer Party am Flaucher sowieso nichts mehr in dem aktuellen Aufruf zu lesen. Stattdessen werden die "München Sommer Hotspots" angepriesen, typische und altbekannte Orte in München, wo sich der Sommer am besten aushalten lässt. Englischer Garten, Biergärten und eben die Isar samt Flaucher. Nur Datum und Urzeit stehen nach wie vor auf der Seite - so als würde der Veranstalter zu einer Facebook-Party in ganz München einladen.

Warum der Münchner, der eine Veranstaltungsseite für Oberbayern betreibt, zu der öffentlichen Facebook-Party einlädt, will er nicht sagen. Auch nicht, warum er den Titel von "Angrillen am Flaucher" zu "München Sommer Hotspots" geändert hat. 

Nicht die erste geplatzte Facebook-Party des Veranstalters

Was passiert also wirklich am 20. August um 12 Uhr? Wahrscheinlich nichts. Denn die Flaucher-Party ist nicht die erste Facebook-Veranstaltung, die der Münchner buchstäblich in den Sand gesetzt hat. Noch vor wenigen Tagen wollte er mit tausenden Schlauchbooten von Wolfratshausen die Isar bis München hinunterdonnern. Auch da hatten bereits 900 User fest zugesagt, rund 10.000 waren interessiert. Umweltschützer und Behörden liefen Sturm gegen die Aktion. Nicht nur in München, an der ganzen Isar befürchteten die Leute das Schlimmste. 

Der Münchner Veranstalter sagte kleinlaut ab und löschte eine Reihe weiterer Facebook-Party-Aufrufe seiner Seite. Ein Ziel wird er mit seinen dubiosen Party-Einladungen trotzdem erreicht haben: viel Aufmerksamkeit von Party-Begeisterten - und Behörden. 

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