Streetart und Graffiti

Die Färberei: Das Herz der Streetart-Szene

Wenn es um Streetart und Graffiti geht, gibt es eine Pflichtadresse in München: die Färberei in der Claude-Lorrain-Straße (Untergiesing), quasi gegenüber vom Schyrenbad.

München - Seit 1999 ist die Einrichtung des Kreisjugendrings unter der Leitung von Astrid Weindl der wichtigste Treffpunkt für Sprayer – mit einem Ruf, der weit über die Grenzen der Stadt und des Landes hinausreicht. Natürlich ist die Einrichtung beim Projektdes Elser-Grafittos im Hof des Verlagshauses von tz und Münchner Merkur dabei.

Die Färberei stellte auch den Kontakt zu den beiden Künstlern her, die die Fassade gestalten: WonABC und Loomit – zwei Veteranen der Szene und zwei der erfolgreichsten Streetart-Künstler Deutschlands. Die gingen bereits ein und aus in der Färberei, als diese 1999 ihre Pforten öffnete. Die Einrichtung ging aus einem Graffiti-Projekt des Zeugnerhofes in Berg am Laim von 1985 und der Kulturstation in Oberföhring hervor.

In der Färberei gibt es Ateliers und Werkstätten, ein großes Archiv und eine Galerie, die nicht nur Graffiti-Künstler ausstellt. Und natürlich ist auch die Münchner HipHop-Szene hier daheim.

„Ich hatte so etwas noch nie gesehen“

Astrid Weindls Begeisterung für Streetart entstand in den Achtzigern. „Ich hatte so etwas noch nie gesehen“, erzählt sie. „Ich war fasziniert von der kreativen Kraft der Künstler.“ Bald entwickelte sich eine Zusammenarbeit. „Die Ideen kamen von den Künstlern, ich habe mich um die Organisation gekümmert.“ Dieses Jahr wird das letzte für Astrid Weindl in der Färberei sein. „Es ist schön für mich, dass es zum Abschied noch einmal so richtig große Projekte gibt wie die Elser-Wand.“ Ganz wird die 63-Jährige der Kunst allerdings nicht den Rücken kehren: „ Ich ziehe mich jetzt ein wenig zurück, stehe aber weiterhin zur Verfügung.“

as

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Rubriklistenbild: © Privat

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