+
Im Dezember berichteten wir über diese Münchner Mutter, die mit ihrem Kinderwagen nicht in die Tram einsteigen durfte. 

Unter bestimmten Voraussetzungen

Probeweise: MVG erlaubt Fahrradanhänger als Kinderwagen

Fahrgäste, die Fahrradanhänger als Kinderwagen nutzen, durften diese bisher nicht mit in U-Bahn, Bus und Tram nehmen. Die MVG hebt dieses verbot jetzt auf - probeweise und unter einigen Bedingungen. 

München - Eine gute Nachricht für viele Münchner Eltern: Zu Kinderwagen umgebaute Fahrradanhänger werden ab sofort in U-Bahn, Bus und Tram befördert. Allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Dass dies bisher nicht erlaubt war, sorgte immer wieder für Unmut bei den Fahrgästen und Ärger mit dem MVG-Personal. Erst im Dezember berichteten wir über Julia H., die mit ihrer kleinen Tochter aus der Tram geworfen wurde.  Auch Anita F. aus Moosburg wunderte sich sehr, als sie bei einem München-Besuch nicht die Tram nutzen durfte. 

Die MVG hebt den bisher bestehenden generellen Beförderungsausschluss testweise auf. Denn inzwischen ließen sich als Kinderwagen genutzte Fahrradanhänger in vielen Fällen von herkömmlichen Kinderwagen nicht mehr unterscheiden, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Dies gelte sowohl in Bezug auf deren Größe als auch hinsichtlich der Sicherheitsausstattung (v.a. Feststellbremse). 

Die „sichere und ordnungsgemäße Betriebsführung“ habe im Interesse aller Fahrgäste aber auch weiterhin Vorrang, heißt es weiter. Deshalb sind ein paar Bedingungen und Spielregeln zu beachten: 

  • Die Mitnahme ist nur dann möglich, wenn die Platzverhältnisse dies zulassen und der Wagen sicher abgestellt werden kann.  
  • „Sicheres Abstellen“ bedeutet, dass der Anhänger zum Kinderwagen umgebaut wurde (Deichsel demontiert) und mit der Feststellbremse gegen das Wegrollen gesichert wurde. Außerdem muss der Kinderwagen auf den zur Verfügung stehenden Fläche Platz finden.
  • Die Gänge und Türbereiche dürfen nicht blockiert werden. Bei der U-Bahn bedeutet dies, dass an jeder Fahrzeugtür ein Türflügel freigehalten werden muss. 

    Erlaubt sind in allen öffentlichen Münchner Verkehrsmitteln Rollstühle und motorisierte Rollstühle (bis 300 Kilogramm), Gehhilfen, Kinder-, Falt- und Klappräder (bis 12,5 Zoll Reifengröße), Handgepäck (maximal 90 mal 80 Zentimeter und 25 Kilogramm) und Kinderwägen. Verboten sind und bleiben Leiterwagen und Segways.

    Lesen Sie auch: Kinderwagen & Co: was ist im ÖPNV erlaubt? 

lvp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Münchner ist angeklagt wegen Opern-Tickets, die es nicht gibt
Ein Münchner steht vor dem Amtsgericht, weil er Tickets für der Arena von Verona verkaufte – die nie bei den Kunden ankamen. 
Münchner ist angeklagt wegen Opern-Tickets, die es nicht gibt
Zoll findet drei Kilo Schlangenköpfe in Paket
Etwa drei Kilo verweste Schlangenköpfe hat der Zoll in München in einem Paket entdeckt. Die rund 20 Köpfe waren zum Verzehr gedacht.
Zoll findet drei Kilo Schlangenköpfe in Paket
Münchner ist „Tänzer des Jahres“
Osiel Gouneo ist für sein Talent für Ballett bekannt. In einer Umfrage von Tanz-Fachleuten wurde er jetzt zum „Tänzer des Jahres“ gewählt.
Münchner ist „Tänzer des Jahres“
Unverschämte Antwort auf S-Bahn-Beschwerde - aber hier stimmt was nicht
Eine Bahnkundin ist wütend. Auf Facebook postet sie eine lange Beschwerde, erhält eine Antwort - und die fällt ziemlich unverschämt aus. Doch antwortet hier wirklich die …
Unverschämte Antwort auf S-Bahn-Beschwerde - aber hier stimmt was nicht

Kommentare