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Die Angst vor Islamismus: eine muslimische Familie, oben blutrünstig überzeichnet – unten realistischer betrachtet.

"Angst ist ein schlechter Ratgeber"

Ängste vor Flüchtlingen: Plakatkampagne will Fakten statt Furcht

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München - Eine neue Plakatkampagne der Stadt will dazu ermuntern, sich in der Flüchtlingsdebatte nicht von Ängsten leiten zu lassen.

„Angst: ,Wir verlieren unsere Kultur“, steht auf dem Plakat. Es zeigt zwei Gartenzwerge, die einen Zug von geflüchteten Gartenzwergen ankommen sehen. Darunter die Antwort: „Nein. Unsere Kultur ist ein Gemisch unterschiedlichster historischer Einflüsse.“ Zu sehen ist eine fröhliche Multikulti-Gartenzwerg-Gesellschaft.

Diese und weitere Plakate werden seit gestern in Münchens öffentlichem Raum geklebt. Alle handeln von Ängsten vor Flüchtlingen – und widerlegen sie mit Fakten. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“ heißt die neue große Kampagne der städtischen Fachstelle für Demokratie. Sieben verschiedene Motive wurden von der Künstlergruppe „Bildkorrektur – Bilder gegen Bürgerängste“ entwickelt.

Ziel der Kampagne sei, „zu einer Versachlichung der Debatte um Geflüchtete beizutragen und Menschen zu ermuntern, sich nicht von Ängsten leiten zu lassen, sondern den Mut aufzubringen, die eigenen Annahmen zu hinterfragen und sich mit Fakten zu befassen“, sagte Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle. Die Stadt habe es sich zur Aufgabe gemacht, das gute Zusammenleben in der heterogenen Stadtgesellschaft zu befördern.

1000 Plakate werden geklebt

„Bilder wirken mehr als tausend Worte“, sagt Initiatorin Alexandra Klobouk. „Als bunte Seite der Macht haben wir die Zahlen und Fakten in eine unterhaltsame und eingängige Form gebracht. Wir möchten als deutsche Zeichner Stellung beziehen.“ Zur Gruppe „Bildkorrektur“ gehören neben Klobouk die Künstler Hamed Eshrat, Jim Avignon, Mawil, Tim Dinter, Jens Harder, Sebastian Lörscher, 44Flavours, Serafine Frey, Barbara Yelin, FÖRM, Aike Arndt, Moritz Stetter und Alex Jordan.

1000 Plakate, alle in den Farben Rot und Blau, werden geklebt und 250 000 Postkarten ausgelegt. Im Internet sind die Motive frei zugänglich und teilbar unter bildkorrektur.tumblr. com. Noch ein Beispiel? „Angst: ,Denen geht’s gar nicht so schlecht. Die haben alle teure Handys.“ In der Antwort rennt ein westlich-hip aussehender Typ voller Panik im Kreis: „Was würdest du mitnehmen, wenn du fliehen müsstest? Handys sind überlebenswichtig für Flüchtlinge.

Christine Ulrich

"Engagiert euch": Sie geben Flüchtlingen eine Stimme

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