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München ist bunt: Sophie („die Wiese“), Maria („der dicke Willi“) und Maria („die Pistensau“) gestern in der Stadt.

Sicherheit

Polizei hält sich im Fasching zurück

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    Sven Rieber
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Von den drastischen Polizeimaßnahmen in anderen deutschen Großstädten zur Faschingszeit ist man in München weit entfernt: Damit die Stadt in unruhigen Zeiten unbeschwert feiern kann, baut die Polizei ihr Einsatzkonzept nur sehr moderat aus.

Auch heuer sollen die Münchner ohne Sorge Fasching feiern. „Die Münchner Polizei wünscht jede Menge Spaß und Freude sowie ein friedliches Miteinander“, ließ das Präsidium gestern verlauten. Das bedeutet offenbar nicht, dass man dafür heftig aufrüsten will. Die Beamten wollen die Veranstaltungen „in bewährter Form betreuen“ und ihre Einsätze dabei moderat ausbauen.

Am Marienplatz sollen vier zusätzliche Kameras eine Echtzeitüberwachung ermöglichen.

Uniformierte Polizisten wie auch Zivilbeamte würden „in ausreichender Anzahl vor Ort“ sein, heißt es. Grund für den verstärkten Einsatz sei, dass schon in den Vorjahren vermehrt Taschendiebstähle und Körperverletzungen aufgetreten seien, was durch Alkohol und Menschengedränge befördert werde. Zudem würden die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln bei der Einsatzplanung berücksichtigt: „Wir sind entsprechend sensibilisiert“, sagte ein Polizeisprecher. In der Innenstadt zwischen Stachus, Marienplatz und Viktualienmarkt werde es eine „merkbar gestiegene polizeiliche Präsenz“ geben. Es gebe aber keine konkreten Hinweise auf eine terroristische Bedrohung, betont die Polizei.

Am Rosenmontag und Faschingsdienstag werden am Marienplatz vier zusätzliche Kameras installiert, die eine Echtzeitüberwachung per Video ermöglichen, ähnlich wie bereits beim Christkindlmarkt.

Und so wird in München Fasching gefeiert:

Rosenmontag

Marienplatz und Stachus: „München narrisch“. Am Rosenmontag (und Faschingsdienstag) sorgen DJs und Moderatoren auf den beiden Charivari-Bühnen für Partystimmung. Unter anderem zeigen die Narrhalla München, der Faschingsclub Laim, die Brucker Heimatgilde und die Faschingsgesellschaften Feringa, Gleisenia und Würmesia ihre Showeinlagen.

Hotel Bayerischer Hof: Eines der traditionsreichsten Faschingsfeste ist der elegante „Medizinerball Classic“: Abendgarderobe ist erwünscht. Beginn 20 Uhr, Promenadeplatz 2-6. Eintritt 24 bis 45 Euro, Karten unter www.medizinerball.info und unter 089/ 21 20 999.

Faschingsdienstag

Viktualienmarkt: Den Höhepunkt der narrischen Zeit markiert auch heuer der Tanz der Marktfrauen. Um 9.30 Uhr ist Startschuss, der närrische Auftakt mit dem Auftritt des Narrhalla-Prinzenpaares und der Prinzengarde ist um 10.30 Uhr. Danach begrüßt OB Dieter Reiter die Besucher und die tanzenden Marktweiber. Anschließend schwingen die Händlerinnen ihre Beine. Bis zum Veranstaltungsende um 19 Uhr geht es mit Musik, Speisen und Getränken an den Ständen weiter. Heuer beteiligen sich 46 Händler.

Innenstadt: „München narrisch“. Am Dienstag heizt Partykönig Mickie Krause mit Stimmungshits à la „Schatzi, schenk mir ein Foto“ ein. Der Mallorca-erprobte Spezialist für Albernes steht um 15 Uhr auf der Stachus-Bühne, um 17 Uhr spielt er am Marienplatz.

Deutsches Theater: Beim „Karneval wie dazumal“ wird wie jedes Jahr das Ende der Faschingszeit gefeiert – mit Musik des Tanzorchesters Odeon. Dresscode: Alles ist erlaubt, möglichst fantasiereich. Beginn 16 Uhr, Einlass 15 Uhr, Schwanthalerstraße 13. Eintritt 10 bis 28 Euro, Karten unter 089/ 55 23 44 44.

Christine Ulrich und Sven Rieber

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