Gegen Feinstaub

Vorschlag der Grünen: Saubere Luft durch begrünte Litfaßsäulen?

München - 2015 haben Behörden in München die bundesweit zweithöchsten Werte an Stickstoffdioxid gemessen. Jetzt macht ein Grünen-Stadtrat einen unorthodoxen Vorschlag, um die Luft zu verbessern. 

Feinstaub in München - eine endlose Geschichte. Jahr für Jahr sind die Messwerte hoch. Viel wird geredet, aber letztlich tut sich wenig. Speziell die Anwohner viel befahrener Straßen wie der Landshuter Allee müssen nach wie vor mit extrem verschmutzter Luft leben. 

Grünen-Stadtrat Dominik Krause will jetzt zumindest punktuell für bessere Luft sorgen. Zur Verringerung der Feinstaubbelastung der Luft beantragt er, den Einsatz von sogenannten Citytrees zu überprüfen - eine Art mit Moosen und Deckbepflanzung begrünter Litfaßsäule. Deren Hersteller wirbt damit, die Feinstaubbelastung punktuell um bis zu 30% verringern zu können. 

Krauses Idee: Aus mehreren „Citytrees“ ließen sich auch „grüne Bänder“ durch die Stadt bilden, die Insekten und anderen Kleintieren einen wertvollen Aufenthaltsort bieten könnten und ein Betrag zur Artenvielfalt entstünde. Das zusätzliche Grün und die Sitzgelegenheiten könnten laut Krause außerdem dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu steigern. 

Wie viele andere Großstädte habe auch München nach wie vor enorme Probleme mit der Luftreinhaltung. Bisher hätten weder Verkehrsbeschränkungen noch moderne Motorentechnik zu einer zuverlässigen Einhaltung der Grenzwerte für Feinstaub geführt. Krause fordert deshalb: "Die Stadt sollte diese neue Idee auf ihre Eignung für München überprüfen und gegebenenfalls probeweise einige solcher 'Citytrees' an passenden Orten aufstellen."

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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