Nahe dem Feringasee fanden die Ermittler die verbrannte Leiche.

Nach grausamer Tat

Feringasee-Prozess: Bundesgericht mildert Urteil gegen Mörder und lässt einen Vorwurf fallen

Knapp ein Jahr nach dem Urteilsspruch im Feringasee-Prozess hat das Bundesverfassungsgericht die Tat des Mörders neu bewertet.  Sie lässt den  Vorwurf der besonderen Härte fallen.

Unterföhring - Knapp ein Jahr nach dem Ende des Münchner Feringasee-Prozesses um eine verbrannte Leiche hat der Bundesgerichtshof (BGH) den Schuldspruch gegen den verurteilten Mörder abgeschwächt. Die besondere Schwere der Schuld entfällt, wie der BGH am Mittwoch in Karlsruhe auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet. Die weitergehende Revision wurde allerdings als unbegründet verworfen.

Feringasee-Prozess neu bewertet: BGH mildert Urteil gegen Mörder und lässt einen Vorwurf fallen

Das Landgericht München I hatte im Dezember vergangenen Jahres den damals 33 Jahre alten Konstantin V. wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte gestanden, sie in der gemeinsamen Wohnung in Bogenhausen umgebracht und ihre Leiche am Feringasee bei München verbrannt zu haben. Grund dafür war, dass V. eine weitere Geliebte hatte und verhindern wollte, dass die beiden Frauen voneinander erfahren. Vor Gericht bezeichnete er die Tat als Unfall und offenbarte makabere Details.

Die Kammer folgte ihm nicht und verurteilte den einst erfolgreichen Manager wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen und Heimtücke zu lebenslanger Haft und stellte eben auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit wäre es so gut wie ausgeschlossen gewesen, dass der Mann vorzeitig nach 15 Jahren freikommt. Diesen Aspekt kippte der BGH aber nun. 

Video: Anwohner äußert sich zu grausamen Leichenfund am Feringasee

dpa/lö

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