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Neues Leihradl aus Fernost.

Gelbe Radl

Fernost-Leihräder: CSU will Abstellchaos nicht hinnehmen

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Die gelben Fahrräder, die derzeit zuhauf in München herumstehen, erhitzen weiterhin die Gemüter. Die Stadtrats-CSU will nun gegen die Datensammler aus Fernost vorgehen.

Die CSU im Münchner Stadtrat will die Flut an Leihrädern aus Fernost eindämmen. Dazu soll die Verwaltung mit der asiatischen Bike-Sharing Plattform „oBike“ Verhandlungen aufnehmen, um das Abstellen der Fahrräder im öffentlichen Raum neu zu regeln. Das fordert die Union in einem Antrag. Stadtrat Hans Sauerer: „Der neue Mietrad-Anbieter oBike drängt seit Kurzem massiv auf den Markt. München wird überflutet von den gelben Fahrrädern.“ Grundsätzlich komme ein Flottenausbau mobilen Menschen zugute. Doch der asiatische Anbieter halte sich nicht an die Regeln. „Die Radl stehen haufenweise an Gehwegen, Haltestellen sowie in Fahrradständern und blockieren damit unverhältnismäßig den öffentlichen Raum.“ Sollte das Unternehmen sich nicht einsichtig zeigen, müsse die Stadt über Abstellverbote nachdenken. Dass es auch anders gehen kann, zeige das Mietradangebot der Münchner Verkehrsgesellschaft. „Das steht für einen erfolgreichen Angebotsausbau an alternativen Verkehrsmitteln. 

Durch Bike-Sharing komplettieren wir intelligent den Verkehrsmix in der Stadt.“ Wie berichtet, tauchen in München immer mehr Mieträder aus Fernost auf. Das Unternehmen oBike aus Singapur hat in den vergangenen Wochen allein 350 Mieträder aufgestellt. Insgesamt sind bereits vier asiatische Unternehmen beim Planungsreferat vorstellig geworden. Auch andere Städte haben bereits schlechte Erfahrungen mit den Drahteseln aus Fernost gemacht. Zum Beispiel Zürich, wo die oBikes seit Juli auf dem Markt sind. „Zürich nervt sich über den neuen Veloverleih“, schrieb der „Schweizer Tagesanzeiger“. Viele Räder stünden im Weg herum, andere landeten im Fluss, wieder andere verwandelten sich schnell in Schrott. Die britische „Times“ warf dem Unternehmen aus Singapur vor, die Straßen von London „zuzumüllen“.

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