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Respekt! Michael Waldhans (oben) und Kayissal F. (unten) blieben telefonisch in Kontakt - und retteten so Guido.

Feuerwehrler Michael Waldhans (44)

ER rettete Baby Guido das Leben - aus 385 Kilometern Entfernung

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In einer Welt der schlimmen Nachrichten wärmt gerade diese Geschichte so wohltuend das Herz: Zwei mutige Frauen und ein hochkonzentrierter Münchner Berufsfeuerwehrmann haben dem kleinen Guido (zwei Monate) im Luftlinie 385 Kilometern entfernten Kassel/Hessen das Leben gerettet …

Alles wieder gut! Akokoe A. aus Kassel mit Söhnchen Guido. Der Kleine hat den Atemstillstand folgenlos überstanden

Baby Guido ist die ganze Freude der afrikanischen Familie A. aus Togo, die mittlerweile in Kassel eine neue Heimat fand. Am Abend des 24. Mai gab Mutter Akokoe A. dem Kleinen das Fläschchen. Dabei muss sich Guido verschluckt haben. Plötzlich lief er bläulich an – Atemstillstand! In Panik rief Akokoe A., die kein Deutsch spricht, ihre in München lebende Schwester Kayissal F. an. Und die fackelte nicht lange: „Ich kenne die Feuerwehrnummer 112 und habe gehofft, sie können uns helfen.“ Welch glücklicher Zufall, dass Brandinspektor Michael Waldhans (44) in der Integrierten Leitstelle gerade Telefondienst hatte. Als Vater zweier Kinder und ausgebildeter Rettungsassistent mit jahrelanger Kindernotarzt-Erfahrung war er genau der richtige Mann.

Als erstes informierte er seine Kollegen in Kassel. Dann begann die Fernrettung: „Wir baten die Mutter, ihr Handy laut zu stellen und die Schwester am Festnetz übersetzte ihr meine Anweisungen. Ich konnte alles mithören.“ Und dann ging alles ganz schnell: Kind mit dem Gesicht nach unten drehen. Köpfchen in die Hand, den Bauch auf den Unterarm der Mutter als stabile Unterlage. Und dann – vorsichtig – zwischen die Schulterblätter klopfen. Sekundenlang lauschte Michael Waldhans angespannt den aufgeregten Stimmen der Frauen. Und dann die Erlösung; Guido schrie! Und wie! „Da wusste ich, dass wir es geschafft haben.“ Bis die Kasseler Rettungskräfte im Stadtteil Nord-Holland eintrafen, blieb Waldhans noch dabei. Dann legte er glücklich auf: „Solche Einsätze entschädigen einen für alles.“

In Kassel wurde Guido vorsichtshalber im Kinderkrankenhaus mehrere Tage lang beobachtet. Hier hatte er auch schon nach seiner Geburt ein paar Tage auf der Intensivstation verbringen müssen – ein schwerer Start ins Leben. Am 27. Mai aber wurde er wieder entlassen. Diagnose: Pumperlgsund! Die Freude ist so groß. Und die beiden Schwestern fühlen sich tief in Michael Waldhans‘ Schuld: „Unser ganzer Dank geht an den Mann von der Feuerwehr. Er war so toll!“

Kayissal F.

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