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Die Böller machen viel Müll und jede Menge Feinstaub

Feuerwerk: Feinstaub 22-fach über Grenzwert!

München - Goldregen, Himmelstürmer und Fontänen wärmen zu Neujahr nicht nur die Herzen – sie verpesten leider auch die Lungen. An Silvester ist im Himmel die Schadstoffbelastung explodiert:

Oooh! Aaaaah! Goldregen, Himmelstürmer und Fontänen wärmen zu Neujahr nicht nur die Herzen – sie verpesten leider auch die Lungen. Der Böller-Qualm besteht zum größten Teil aus Feinstaub. Darum explodiert an Silvester im Himmel auch die Schadstoffbelastung!

In der ersten Stunde des neuen Jahres registrierte die Überwachungsstation in der Prinzregentenstraße 1138 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft – Rekord in Bayern! Womöglich noch darüber lag der Höchstwert in der Landshuter Allee: Allerdings weist die Mess-Station des Landesamts für Umwelt den Wert als „ungültig“ aus. Sogar die Station ist wohl am Qualm erstickt!

Zum Vergleich zu den 1138 Mikrogramm in München: Bei 17 Mikrogramm hatte der Wert an der Prinzregentenstraße am Silvestertag gelegen. Bei 50 Mikrogramm im Mittel eines Tages hat die EU einen Grenzwert festgelegt. Diese Höchstmarke übertrifft die Stadt um das 22-fache – wenn auch nur in einer Stunde. Diese kurze Luftverschmutzung ist so groß, dass sie den Mittelwert des ganzen Neujahrstages über den Grenzwert schiebt.

So wurde weltweit geböllert

So begrüßen die Menschen das neue Jahr

Das Umweltbundesamt hat zu dem Phänomen sogar eine eigene Broschüre herausgegeben: Analysen zeigten, dass die Verpestung sogar auf bis zu 4000 Mikrogramm steigen kann. Darum sei die Luft manchmal wie „zum Schneiden“. In den Böllern steckt Schwarzpulver, dessen Qualm zum größten Teil aus einen kleinen Teilchen besteht – Feinstaub eben. Das Wetter sorgt übrigens dafür, dass der Dreck fast so schnell wieder verschwindet, wie er auftaucht. Der Wind weht den Feinstaub einfach weg – zumindest den, der sich noch nicht in einer Lunge festgesetzt hat.

dac

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