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Ärger über Sex-Hänger: Winfried Kaum und Sigrid Bender nahmen sich Ende 2015 des Problems an.

Leichtbekleidete sollte Autofahrer anlocken

Parkverbot für Erotik-Anhänger

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München - Ein privater FKK-Club wird für das Abstellen von Anhängern mit großen Werbeplakaten in München wegen unerlaubter Straßennutzung zur Kasse gebeten.

Das Motiv auf den Plakaten: Eine leicht bekleidete Frau, die mit gespreizten Beinen posiert und mit der Hand ihren Schambereich bedeckt. Damit habe der Betreiber die vorbeifahrenden Autofahrer entlang der beiden Ausfallstraßen auf seinen Privatclub in Augsburg aufmerksam machen wollen, entschied das Amtsgericht München in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Der Geschäftsführer muss demnach wegen unerlaubten Gebrauchs einer Straße zur Sondernutzung eine Geldbuße von 150 Euro zahlen. Das Urteil (Az: 1123 OWi 239 Js 100247/16) wurde bereits am 15. Februar gefällt und ist noch nicht rechtskräftig.

Die Anhänger standen laut Gericht in München in der Menzinger Straße und in der Triebstraße, in der es auch einen Erotikclub gibt. Die Gefährte seien vollständig mit Plakaten beklebt gewesen, darauf deutlich zu erkennen der Name, die Anschrift und die Öffnungszeiten des Augsburger Clubs. Der Richter wertete dies als nicht genehmigte Werbung und als unerlaubten Gebrauch einer Straße zur Sondernutzung. Der Geschäftsführer des Clubs wies dies zurück: Der Anhänger gehöre einer Projektfirma, die damit regelmäßig Bauschutt, Müll und Laub zur Entsorgung bringe. Für die Plakate bezahle er extra. Das Gericht glaubte ihm jedoch nicht und befand: Der Laderaum des Anhängers sei für die Entsorgung von Abfällen und Bauschutt „denkbar ungeeignet“.

Ende vergangenen Jahres hatten sich im Münchner Westen wiederholt Bürger über den FKK-Anhänger beklagt, unter anderem Sigrid Bender von der Münchner Schulstiftung Ernst von Borries. Ein Anhänger war tagelang nahe ihrer Schule gestanden. Der Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing hatte laut Mitglied Winfried Kaum (CSU) die Angelegenheit gar zu einem Fall für die Gleichstellungsbeauftragte gemacht.

sri, dpa

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