+
Helfer bergen das gekenterte Schnellboot aus dem Golf von Thailand. Verkäuferin Franzi F. (51) ertrank bei dem Unglück.

Tod im Urlaubsparadies

Münchnerin Franzi (†51) stirbt bei Bootsunglück in Thailand

  • schließen

München - Sie wollte Spaß haben unter der Sonne Südostasiens – doch ihren Urlaubstrip nach Koh Samui bezahlte Franzi F. (51) aus München mit dem Leben. Sie ertrank bei einem Unwetter im Meer.

Es sollte ein gemütlicher Schnorchelausflug werden. Doch die die 51-jährige Franzi F. aus München geriet nahe der thailändischen Insel Koh Samui in ein Unwetter und kenterte auf einem Schnellboot. Wie 32 andere Touristen wurde die Münchner Verkäuferin dabei ins Wasser geschleudert. Während etliche Insassen schnell gerettet werden konnten, verletzte sich Franzi F. schwer und ertrank im Golf von Thailand.

Urlauber nicht ausreichend gewarnt?

Wie die thailändische Polizei mitteilt, hatte eine große Welle das Boot umgeworfen und stark beschädigt. Auch zwei weitere Urlauber starben bei dem Unglück am Donnerstag. Ein Brite wird noch vermisst. Schuld an dem tödlichen Unfall soll der Boots-Kapitän sein. Ihn nahm die Polizei am Freitag noch fest. „Wir klagen ihn wegen fahrlässigen Verhaltens an“, sagte ein Polizeisprecher. Er habe die Urlauber nicht ausreichend gewarnt. Für Franzi F. hatte das tödliche Folgen.

In Altomünster im Kreis Dachau trauert Ehemann Werner F. (55) um Franzi. „Sie war so ein lieber Mensch. Sehr lebenslustig und hilfsbereit“, sagt er. An Silvester 2011 lernte sich das Paar kennen. Sie verliebten sich und heirateten im Juni 2012. Die Ehe hielt aber nicht lang: Im Spätsommer 2015 trennten beide, aber sie ließen sich nie scheiden. „Franzi war seit zwei Jahren Frührentnerin. Wir hatten zuletzt kaum Kontakt“, sagt Werner F. Er war bereits ihr dritter Ehemann.

Den Urlaub auf Koh Samui hatte Franzi K. mit ihrem aktuellen Freund Clemens gemacht. Bei dem Bootsunglück blieb der Dachauer laut Veranstalter unverletzt. Franzi F. hinterlässt drei Kinder. Zwei von ihnen (16 und 18) hatte sie mit ihrem ersten Ehemann Mario K. (46). „Ich bin bestürzt“, sagte er zur tz. Von 1997 bis 2008 waren beide ein Paar: „Möge Franzi in Frieden ruhen.“

mm/afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mord in Riem: Er lockte sie an, um sie zu töten
Urteil im Riemer Mordfall: Osman N. (38) muss lebenslang in Haft, weil er seine Frau Hasnaa erstochen hat. 
Mord in Riem: Er lockte sie an, um sie zu töten
Isar zeigt, welche Urgewalt in ihren reißenden Fluten stecken kann
Der Sylvensteinspeicher hat München vor Schlimmerem bewahrt. Doch obwohl der Stausee der Hochwasserwelle die Spitze genommen hat, zeigt die Isar in diesen Tagen, welche …
Isar zeigt, welche Urgewalt in ihren reißenden Fluten stecken kann
MVG-Rad wächst weiter: 13 neue Stationen in Betrieb
Das Mietradsystem der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat erneut Zuwachs bekommen. Ab sofort stehen 13 weitere Stationen zur Verfügung.
MVG-Rad wächst weiter: 13 neue Stationen in Betrieb
Telefonbetrüger in München: Polizei nennt unglaubliche Zahl
Täglich versuchen Betrüger zig Menschen mit einer Masche abzuzocken: Sie rufen an, geben sich als falsche Polizisten aus und hoffen auf Kohle. Die Rechnung haben sie …
Telefonbetrüger in München: Polizei nennt unglaubliche Zahl

Kommentare