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Markus Baur zeigt einen Brillenkaiman. Man sieht, wie beengt es in der Auffangstation zugeht. 

Auffangstation bekommt Neubau

Freistaat gibt grünes Licht für neues Reptilien-Zuhause

München - Der Freistaat hat grünes Licht für einen Neubau der Reptilienauffangstation gegeben. Auf einem Grundstück bei Neufahrn im Landkreis Freising soll das neue Zuhause der Tierschützer entstehen.

„Die Reptilienauffangstation leistet einen wichtigen Beitrag für öffentliche Sicherheit und für Tier- und Artenschutz in Bayern“, teilte Umweltministerin Ulrike Scharf mit. Die aktuellen Räumlichkeiten an der Kaulbachstraße hinter der Uni seien nicht mehr ausreichend. „Der Königsweg ist ein Neubau. Dieses Vorhaben wollen wir unterstützen und schaffen gemeinsam die Voraussetzungen für eine Förderung.“ Der Trägerverein der Auffangstation soll dafür eine Machbarkeitsuntersuchung samt Kostenberechnung vorlegen.

Das jahrelange Bangen um die Zukunft der Reptilienauffangstation hat nun endlich ein Ende“, sagte deren Leiter Markus Baur. Er verstehe das Bekenntnis der Ministerin als Auftrag, das bereits bestehende Neubaukonzept nun zu verfeinern. Eine zweistellige Millionensumme wird der Bau laut Patrick Boncourt von der Auffangstation kosten. „Wie lange es dauert, bis die Machbarkeitsuntersuchung fertig ist, lässt sich aber noch nicht sagen.“ Jetzt müsse man sich erst wieder mit der Regierung an einen Tisch setzen „und die jeweiligen Vorstellungen abgleichen, damit die eine Seite nicht von einem Schuhkarton spricht, und die andere vom Buckingham-Palast.“

Seit zwei Jahrzehnten sei die Auffangstation schon in Räumen der LMU untergebracht. „Das war aber immer nur ein Provisorium.“ Nicht nur der beengte Raum sei ein Problem. „Wir haben ja auch potenziell gefährliche Tiere wie Krokodile und Alligatoren – da ist es wichtig, für die Mitarbeiter gewisse Arbeitsstandards zu haben.“ Ein Beispiel sei, dass man derzeit auf Trittleitern steigen müsse, um Giftschlangen zu füttern. „Das sollte eigentlich nicht sein“, so Boncourt.

Vergangenes Jahr habe man deshalb eine Petition gestartet und den Freistaat um Hilfe gebeten. „Mit einem dauerhaften Bestand von zuletzt 1300 Tieren war der Verein in den letzten Jahren zunehmend unter Druck, die ohnehin ungeeigneten Räumlichkeiten in dem maroden Uni-Gebäude aufzugeben.“ 

Marian Meidel

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