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Zehntausend Gläubige säumen an Fronleichnam die Straßen der Stadt. Die Prozession führt heuer allerdings auf einem neuen Weg zum Siegestor.

Neue Wege 

Prozession: Diese Straßen sind an Fronleichnam gesperrt

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Neue Wege für die Fronleichnamsprozession in München. Aufgrund zahlreicher Baustellen müssen die zehntausend Gläubigen am Donnerstag eine neue Route einschlagen. Wir zeigen, wo der Weg entlang führt.

Auf neuen Wegen werden rund zehntausend Gläubige am Donnerstag durch die Stadt ziehen: Weil die jahrelang bewährte Strecke der Fronleichnamsprozession zum Siegestor wegen mehrerer Baustellen blockiert ist, führt die etwa zwei Kilometer lange Route diesmal vom Marienplatz über Residenzstraße und Odeonsplatz zum Wittelsbacherplatz und weiter zum Königsplatz, wo die Teilnehmer der Prozession den abschließenden Segen empfangen (siehe Grafik).

Die Fronleichnamsfeier steht in diesem Jahr unter dem Motto „Christus – gemeinsame Mitte“. Durch die Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern hätten diese „Freude, Zuversicht, neue Hoffnung, ja, neuen Lebensmut“ erfahren, schreibt Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München, in der Einladung zur Prozession. Jesus Christus sei „der Mittelpunkt, der uns alle vereint“, erklärt zu Stolberg.

Feier beginnt um 9 Uhr mit einem Pontifikalamt

Diese Ausrichtung auf Jesus Christus brächten die Gläubigen auch zum Ausdruck, so der Weihbischof, wenn sie sich an Fronleichnam um das Allerheiligste versammelten und im Eucharistischen Brot den Grund ihrer Hoffnung durch die Straßen trügen.

Die Feier beginnt bei gutem Wetter um 9 Uhr mit einem Pontifikalamt, das Erzbischof Reinhard Kardinal Marx auf dem Marienplatz zelebriert. Die Andacht am Segensaltar wird von der Münchner Dommusik gestaltet. Am zweiten Segensaltar auf dem Wittelsbacherplatz gestaltet die Kirchenmusik St. Ludwig die Andacht. Auf dem Königsplatz, wo die Gläubigen am dritten Altar den Schlusssegen empfangen, ist die Kirchenmusik von St. Bonifaz zu hören.

Die Prozession wird von Jugendlichen angeführt, die, begleitet von Ordensangehörigen, ein großes Kreuz tragen. Es folgt der Traghimmel, unter dem Kardinal Marx in einer Monstranz das Allerheiligste, eine konsekrierte Hostie, trägt.

Pastorale Berufe, Studenten und Handwerker sind unterwegs

Dahinter reihen sich zahlreiche Gruppen ein, von pastoralen Berufen, Studenten und Handwerkern bis zu Trachtengruppen und Landsmannschaften mit ihren bunten Fahnen. Die fremdsprachigen katholischen Missionen sind mit Abordnungen in den oft farbenprächtigen Trachten ihrer Heimat vertreten. Tausende Schaulustige säumen den Zugweg, viele schließen sich der Prozession an, sobald der Zug sie passiert hat.

Bei schlechtem Wetter werden Gottesdienst und Prozession in den Liebfrauendom verlegt. Beginn ist dann ebenfalls um 9 Uhr. Bei unsicherer Wetterlage wird ab 8.30 Uhr im Rundfunk und im Internet auf www.erzbistum-muenchen.de bekannt gegeben, wie die Veranstalter sich entschieden haben.

Das ist die neue Route der Gläubigen.

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