Fußball-Chaoten randalieren in U-Bahn

München - Vor dem Südderby zwischen dem FC Bayern und Stuttgart haben Fußball-Chaoten beider Mannschaften in der U-Bahn randaliert. 77 Personen hat die Polizei in Gewahrsam genommen.

Im allerletzten Moment verhinderten Münchner USK-Beamte am Samstag Mittag eine Massenschlägerei zwischen rivalisierenden Fußballfans im Schwabinger U-Bahnhof Universität. Für 77 Anhänger der Bayern-Ultras Schickeria endete die Auseinandersetzung mit den Ultras des VfB Stuttgart im Polizeigewahrsam. Um 13 Uhr begleitete ein Zug des für solche Einsätze ausgebildeten Unterstützungskommandos (USK) rund 120 Stuttgarter Ultras zum Bundesliga-Südderby in die Allianz-Arena.

Im Bahnhof Universität standen zu diesem Zeitpunkt rund 100 Schickeria-Fans, die den „Feind“ sofort erkannten. Schon bei der Einfahrt schlugen die Chaoten von außen gegen die Fenster. Die Türen flogen auf, die Fans stürzten sich aufeinander. Nur mit Schlagstöcken gelang es den Polizisten, die Stuttgarter in den Zug zurückzudrängen. Die Schickeria stieg in die nächste U-Bahn.

Das Spiel jedoch sahen sie nicht mehr: Am Bahnhof Kieferngarten (Burmeisterstraße) warteten starke Polizeikräfte, die 77 Münchner Fans bis 19 Uhr wegen Verdacht des Landfriedensbruchs in Gewahrsam nahmen. Jetzt sichtet die Polizei die Bilder der Überwachungskameras, um Tatbeteiligungen Einzelner auf beiden Seiten zu klären. Ein Polizeisprecher bezeichnet den Zwischenfall als „besorgniserregend, weil selbst die Anwesenheit von rund 30 Beamten die Fans nicht bremsen konnte“.

Dorita Plange

Rubriklistenbild: © dpa

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