+
Der Erpresser von Uli Hoeneß muss für drei Jahre ins Gefängnis.

Dreijährige Haftstrafe

Gericht bestätigt Urteil gegen Hoeneß-Erpresser

München - Die dreijährige Haftstrafe gegen den Erpresser von Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist rechtskräftig.

Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf eine weitere Revision des Mannes als offensichtlich unbegründet, wie das Gericht am Freitag in Karlsruhe mitteilte. (Az: 1 StR 603/15)

Nach den Feststellungen des Landgerichts München II wollte der heute 52-jährige Thomas S. den früheren Präsidenten des FC Bayern München um 215.000 Euro erpressen. Hoeneß war im März wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Kurz vor seinem Haftantritt schickte S. einen Erpresserbrief an Hoeneß' Privatadresse. Darin drohte er damit, dass ohne die Zahlung die Haftzeit für Hoeneß "kein Zuckerschlecken" sein werde.

Bereits am ersten Verhandlungstag im Dezember 2015 hatte S. seine Tat umfassend gestanden. Dies hatte das Landgericht strafmildernd berücksichtigt. Dagegen werteten es die Münchener Richter als erschwerend, dass S. seinen am Computer verfassten Erpresserbrief mit "Mister X" unterschrieben und nicht abgespeichert habe. Dadurch habe er seine spätere Überführung erschwert. Im ersten Durchgang verurteilte das Landgericht München II S. im Dezember 2014 zu drei Jahren und neun Monaten Haft.

Dieses Urteil hob der BGH im Mai 2015 auf. Einem Angeklagten dürfe es nicht straferschwerend zur Last gelegt werden, "dass er den Ermittlungsbehörden seine Überführung nicht erleichtert, indem er keine auf ihn hindeutenden Hinweise schafft".

Mit Urteil vom 2. September 2015 senkte das Landgericht München II das Strafmaß daraufhin auf drei Jahre wegen versuchter Erpressung herab. Die erneute Revision von S. hiergegen blieb nun vor dem BGH ohne Erfolg.

Pressemitteilungen des BGH

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Die Münchner und ihre Autos: Die Trends in den Stadtteilen 
In München sind die schnellsten Autos unterwegs, das ist bekannt. Doch welche Marke ist bei den Münchnern besonders beliebt und gibt es einen Trend in der Stadt? Alles …
Die Münchner und ihre Autos: Die Trends in den Stadtteilen 
Münchner Stadtrat plant Reise ins Züricher Nachtleben auf Steuerkosten – zum Feiern?
Der Münchner Stadtrat plant eine Studienreise nach Zürich. Die Stadt ist nämlich bekannt für ihr Nachleben und ihre Techno-Szene. Raten Sie mal, wer diesen Ausflug …
Münchner Stadtrat plant Reise ins Züricher Nachtleben auf Steuerkosten – zum Feiern?
Macht sich München vom Microsoft-Konzern abhängig? TV-Doku wirft Fragen auf
Befürworter offener und geheimer Software stehen sich seit jeher unversöhnlich gegenüber. Auch die Stadt München bleibt von der Technik-Diskussion nicht verschont.
Macht sich München vom Microsoft-Konzern abhängig? TV-Doku wirft Fragen auf
Kind mit Holzstock geschlagen: Bub von IS-Mitglied zum Kindersoldaten trainiert
Mit einem Holzstock soll er den siebenjährigen Buben geschlagen haben, um ihn zum Kindersoldaten zu trainieren. Jetzt hat der Prozess gegen den 30-Jährigen begonnen, der …
Kind mit Holzstock geschlagen: Bub von IS-Mitglied zum Kindersoldaten trainiert

Kommentare