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Fußball zurück ins Olympiastadion?

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Von: Felix Müller

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Das letzte Spiel im Olympiastadion im April 2005. Im Falle des Abstiegs könnten die Löwen ins Oly zurückkehren. © sampics

München - „Die absolute Priorität ist das Grünwalder Stadion“, betonte Sport-Bürgermeisterin Christine Strobl am Donnerstag. Offenbar gibt es aber nicht mehr nur die Optionen Arena, Grünwalder Stadion oder Olympiastadion.

Strobl lässt auch prüfen, ob die Sechzger im Falle eines Abstiegs in die 3. Liga ins Grünwalder zurückkehren könnten – aber zu Risikospielen gegen Mannschaften mit einer großen Zahl gewaltbereiter Anhänger trotzdem ins Olympiastadion ausweichen.

Im Olympiapark ist die Interessenlage zwiespältig: Einerseits hat der Park seit dem Auszug des Profi-Fußballs 2005 ein Problem: Er ist zu wenig genutzt. Andererseits hat Park-Chef Arno Hartung eigentlich nur ein Interesse an einer dauerhaften Rückkehr des Fußballs. Die Sorge ist, dass im Gegenzug auch der Arena erlaubt werden könnte, Großkonzerte auszurichten – und unterm Strich weniger, nicht mehr Veranstaltungen im Olympiapark sind. Andererseits ist schwer vorstellbar, dass Hartung sich Wünschen aus dem Rathaus verweigert. Zu dankbar ist er über die 80 Millionen Euro, die der Stadtrat kürzlich fürs Stadion beschlossen hat.

Und im Rathaus gibt es offenbar ernsthafte Überlegungen, den Fußball zurück ins Olympiastadion zu holen. Derzeit gibt es keinen Rasen und auch keine Rasenheizung mehr. Hartung hat immer wieder darauf verwiesen, dass Umbauarbeiten im Sommer wegen fest geplanter Open-Air-Konzerte schwer zu realisieren sind. Aber: Das Rathaus prüft. „Es geht um den Fall, dass die Polizei sagt: Bestimmte Spiele können wir nicht im Grünwalder Stadion spielen“, sagte Strobl gestern. „Wir müssen für diesen Fall gewappnet sein.“

Wie berichtet, hat sich Arena-Vermieter FC Bayern zuletzt offen für einen Auszug der Löwen nach einem eventuellen Abstieg gezeigt. Die fehlenden Einnahmen wären verschmerzbar. Und: Die Bayern könnten rote Sitze einbauen.

Der Vorsitzende des Vereins Freunde des Sechzgerstadions, Markus Drees, appellierte gestern an die Stadt, nach Möglichkeiten zu suchen, die Kapazität fürs Sechzgerstadion zu erhöhen. Statt 12 500 wieder 15 000 Fans einzulassen, sei ohne Umbauten möglich. Auch müsse man einen neuen Platz für die Gästefans finden. Die standen zuletzt in der Westkurve (bis 4500 Plätze). Damit hätten die Löwen-Fans nur noch 8000 Karten zur Verfügung.

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