Körperverletzung und Auffahrunfall

Fußballer schlägt Mann auf der A9 zusammen - jetzt folgt die Strafe

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Ein heute 19-jähriger Amateur-Spieler rastete auf der A9 aus – der damals jugendliche Rowdy bekommt nun eine saftige Strafe wegen Körperverletzung.

München - Das Münchner Amtsgericht hat einen Amateur-Fußballer wegen zweier massiver Ausraster auf der Autobahn verurteilt. Der heute 19-Jährige wurde wegen Körperverletzung schuldig gesprochen und musste zwei Wochen lang zum Dauerarrest. Er hatte in zwei Fällen auf der A9 randaliert. Erst am Montag hat das Gericht das bereits am 25. Januar dieses Jahres ergangene Urteil bekannt gegeben, ohne aber nähere Details zu dem Spieler bekannt zu geben. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich jedoch nicht um einen Spieler des FC Bayern oder 1860 München.

Prügelei auf der Autobahn und ein Auffahrunfall

Bereits am 25. November 2015 war es zur ersten der beiden Straftaten gekommen. Gerade 17 Jahre alt war der Fußballer laut Gerichtsmitteilung, als er auf der A9 bei Ingolstadt einen Autofahrer zusammenschlug. An einer Ausfahrt hatte der Kicker im BMW seines Vaters eine stockende Fahrzeugkolonne überholt und wollte dann wieder einscheren. Der andere Fahrer ließ das aber nicht zu – weshalb der Fußballer die Fassung verlor: Er fuhr einen Wagen davor in die Kolonne und stellte sich schräg, um die Ausfahrt zu blockieren. Mit zwei befreundeten Mitfahrern stieg er dann aus und rannte zu seinem Widersacher. Mit den Fäusten schlugen die drei auf den Mann ein – auch seine Mitfahrerin wurde bei der Attacke verletzt. Als das Opfer zu fliehen versuchte, rutschte er aus und fiel hin. Das nutzten die Schläger aus und traten nach dem Mann.

Am 3. Januar 2016 kam es zum zweiten Vorfall. Wieder mit dem BMW seines Vaters unterwegs, verursachte der Kicker diesmal einen Unfall – aufgrund deutlich überhöhter Geschwindigkeit und ungenügenden Sicherheitsabstands fuhr er auf einen Audi auf. Eine Insassin erlitt ein Schleudertrauma und hatte Schmerzen – trotzdem war der junge Mann aggressiv. Den Fahrer beschimpfte der Fußballer auf das Übelste. Laut Gericht hatte er erst im letzten Augenblick gebremst und war rund 100 Stundenkilometer gefahren, als er den Audi von hinten rammte.

Die zwei Wochen Arrest sind nicht die einzige Strafe für den 19-Jährigen

„Nur weil der Geschädigte dem Angeklagten keine Lücke gelassen hat, kam es zu dem Ausbruch“, urteilte das Amtsgericht später über den Prügel-Fall, wobei die Richter betonten: „Ein nichtiger Anlass, der täglich im Straßenverkehr vorkommt.“ Der Prozess hatte dennoch kaum Folgen: Neben dem Arrest musste er für acht Monate seinen den Führerschein abgeben und ein Anti-Gewalt-Training besuchen.

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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