Fußballfans prügeln sich vor den Augen der Polizei

München - Ärger vor dem Südderby: An der Münchner U-Bahnstation Universität gingen 200 Fans aus München und Stuttgart gehen aufeinander los.

Schon vor dem Anpfiff des Bundesliga-Südderbys zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart ist es am Samstagnachmittag zu einem Zusammenstoß von radikalen Fangruppen gekommen – und das vor den Augen der Polizei.

Gegen 13 Uhr hielt eine U-Bahn mit rund 100 Anhängern aus Stuttgart am U-Bahnhof Universität. Mit im Zug waren bereits 30 Beamte einer Sondereinheit der Polizei, die die Gruppe am Hauptbahnhof empfangen hatten und auf ihrem Weg Richtung Allianz Arena begleiteten. In der Mitte des Bahnsteigs warteten rund 100 Mitglieder der FCB-Fangruppe „Münchner Schickeria“. Als sich die beiden Seiten erkannten, war es ihnen völlig egal, dass die Polizei daneben stand. Die Fußballfans schlugen gegen Fensterscheiben und Türen der U-Bahn und gingen nach Öffnen der Türen mit Tritten und Schlägen aufeinander los.

Die Polizisten griffen sofort unter Einsatz von Schlagstöcken ein und schafften es innerhalb weniger Minuten die zwei Gruppen zu trennen. Die U-Bahn mit den Stuttgartern fuhr weiter, die Bayern-Anhänger nahmen die nächste U-Bahn. In der Burmesterstraße wurden 77 „Schickeria“-Mitglieder von Polizeikräften in Gewahrsam genommen. Auch gegen die Fans aus Stuttgart ermittelt die Polizei noch, mit Hilfe von Video-Material aus dem Stadion und Hinweisen der Stuttgarter Kollegen.

Die Münchner „Schickeria“-Fans geraten damit zum wiederholten Male in die Kritik. Erst im Januar hatte der Deutsche Fußballbund 81 Mitgliedern ein Stadionverbot erteilt, nachdem Fans der Gruppierung auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel randaliert und Polizisten verprügelt hatten. Der FC Bayern vergibt an die „Münchner Schickeria“ schon seit 2003 keine Jahreskarten mehr, da sie sich „gewalttätig und vereinsschädigend“ verhalten hätten. do

Rubriklistenbild: © dpa

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