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Reichspogromnacht: Das Foto zeigt das kaufhaus Uhlfelder im Rosental. Die Scheiben sind eingeshcmissen, die Auslagen verwüstet. 

Zahlreiche Veranstaltungen

Gedenken an Opfer der Reichspogromnacht

München - Am Mittwoch, 9. November, lädt die Stadt zu verschiedenen Veranstaltungen auch an der Hauptsynagoge ein. 

Die Stadt gedenkt der jüdischen Münchner, die in der Pogromnacht 1938 und in den folgenden Jahren entrechtet, deportiert und ermordet wurden. Am Mittwoch, 9. November, sind alle Bürger eingeladen, ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Schirmherr der Veranstaltung ist Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

In diesem Jahr wird laut Stadt besonders der Kinder und Jugendlichen gedacht, die Opfer nationalsozialistischer Gewalt wurden. Ausgrenzung und soziale Isolation trafen sie besonders hart und nicht alle konnten durch die „Kindertransporte“ in Sicherheit gebracht werden.

Am Mittwoch erinnert eine öffentliche Namens- und Biografie-Lesung am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße (hinter dem Künstlerhaus) von 14 bis 17 Uhr an die 421 Münchner Kinder und Jugendlichen, die durch den Holocaust ihr Leben verloren. Neben Münchner Schülern lesen heuer unter anderem auch Kulturreferent Hans-Georg Küppers, Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums, Marianne Ott-Meimberg von der Weiße-Rose-Stiftung, OB-Gattin Petra Reiter, Kabarettistin Luise Kinseher und Susanne May, Programmdirektorin der Volkshochschule.

Bereits um 12 Uhr sowie um 14 und 16 Uhr führt ein begleiteter Stadtrundgang entlang der ehemaligen Wohnadressen verfolgter Juden auf den „Weg der Erinnerung“. Der Stadtgang beginnt am Alten Rathaus und endet am Gedenkstein an der Herzog-Max-Straße. Außerdem ist von 11 bis 17 Uhr die Ausstellung des Stadtarchivs München „verzogen, unbekannt wohin...“ zu sehen. Die Präsentation im Foyer des Alten Rathauses zeigt Dokumente zur ersten Deportation Münchner Juden nach Kaunas im November 1941.  

mm

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