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Falsche Nachrichten werden verbreitet

Fake-Profil auf Twitter: Hetzer missbrauchen Namen von NS-Opfer

Der Name der deutschen Malerin Dora Bromberger (geboren 1881 in Bremen, gestorben 1942 in Minsk) wird auf der Kurznachrichtenplattform Twitter offensichtlich von rechten Hetzern missbraucht.

Unter @DoraBromberger werden unter anderem Einsatzzahlen der Wiesn-Polizei völlig aus dem Zusammenhang gerissen, unkommentiert aufgelistet und Flüchtlingen in die Schuhe geschoben. Das entbehrt laut Polizei jeglicher Grundlage.

Dora Bromberger hatte jüdische Wurzeln. Ihr Bruder emigrierte 1939 nach Kuba. Dora und ihre Schwester wurden 1941 nach Minsk/Weißrussland deportiert und im Vernichtungslager Maly Trostinez ermordet. 

Unter ihrem Namen verbreiten unbekannte Hetzer derzeit Zahlen aus dem Wiesn-Bericht – wie zum Beispiel Raubdelikte („um 700 Prozent gestiegen“) und Sexualdelikte („+97,1 Prozent“). Verschwiegen wird dabei, dass die Zahl der Raubdelikte lediglich von einem auf acht Fälle anstieg – in Anbetracht von 6,2 Millionen Wiesnbesuchern wahrlich kein Massendelikt. Und der Anstieg der Sexualdelikte resultiert aus der veränderten Rechtslage. Auch die anschließende Behauptung, dass die „Täter meist Iraker, Syrer und Pakistani“ seien, ist nach Polizeiangaben schlicht falsch. 

Lesen Sie hier: Wiesn 2017 - Die Bilanz der Polizei

dop

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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