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Sigmar F. mit seinem Rennbuggy: Der 43-Jährige lieferte sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd durch die halbe Stadt.

Verfolgungsjagd mit der Polizei

Gegen die Stadt geklagt: Richter bremst Rennbuggy-Raser aus

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München - Sigmar F. (43) lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei – Vor Gericht verlor er jetzt neun Klagen gegen die Stadt.

Er war so schnell, dass er sogar der Polizei entkam. Doch am Mittwoch legte Sigmar F. (43) vor dem Verwaltungsgericht einen Totalcrash hin – und verlor alle neun Klagen gegen die Landeshauptstadt. Obwohl er persönlich geladen war, erschien der Hobby-Rennfahrer gar nicht erst zu seinem Gerichtstermin. Ging ihm etwa die Düse – oder plötzlich der Sprit aus?

Im Oktober 2012 jedenfalls war Sigmar F. mit seinem Rennbuggy quer durch die Stadt gerast und hatte sich eine irrwitzige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Mit bis zu 130 Stundenkilometern wurde er auf dem Altstadtring geblitzt. Nur dank der schnellen Reaktion von zwei Autofahrern konnte ein Unfall gerade noch verhindert werden. Sogar auf den Gehweg war Sigmar F. im irren Tempo ausgewichen – und hatte so seine Verfolger mit Blaulicht abgehängt. Das war Straßenverkehrsgefährdung. Das Amtsgericht verurteilte Sigmar F. deshalb zu sieben Monaten auf Bewährung. Selbst in der Berufungsverhandlung behauptete F. aber, er sei gar nicht selbst gefahren.

Am Verwaltungsgericht reichte er im vergangenen Jahr dann diverse Klagen gegen die Landeshauptstadt ein. In zwei Sitzungssälen wurde gestern parallel verhandelt – trotz Sigmar F.s Abwesenheit. Er wollte unter anderem seinen Führerschein zurück, der ihm im Februar 2014 für acht Monate entzogen worden war. Dafür hatte die Fahrerlaubnisbehörde den bestandenen „Depperltest“ verlangt – den konnte der Buggy-Fahrer aber nicht nachweisen. Deshalb lehnte das Gericht die Klage ab. Auch, weil F. erst gar keinen Antrag beim Kreisverwaltungsreferat gestellt hatte.

Gegen eine Fahrtenbuchauflage, ein Zwangsgeld und diverse Gebühren wollte sich der 43-Jährige außerdem gerichtlich wehren. Doch auch damit hatte er keinen Erfolg. Unklar bleibt bis heute, wo Sigmar F. seine Fahrzeuge untergebracht hat. Richter Dietmar Wolff sagte gestern: „Nach ihnen wird europaweit gefahndet.“

Nur in diesem Punkt ist F. also noch schneller als die Polizei.

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