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Der Lindenhügel ist aktuell als Standort vorgesehen. Es soll eine Sichtachse zum Tatort Connollystraße 31 geben.

"Einschnitt" am Lindenhügel

Geheimplan für Gedenkstätte für Opfer des Olympia-Attentats

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München - Bayerns Ministerrat heißt den neuen Entwurf für den Olympiapark gut, mag ihn aber nicht herzeigen. Kosten: 1,75 Millionen Euro.

Das Denkmal für die Opfer des Olympia-Attentats soll nächstes Jahr auf dem westlichen Lindenhügel zwischen Olympiadorf und Mittlerem Ring entstehen. Man komme gut voran, teilte die Staatsregierung nach einer Kabinettssitzung mit. Die Kosten von 1,75 Millionen Euro seien abgedeckt. Bayern und die Stadt wollen je eine knappe halbe Million zahlen, 350 000 Euro die Bundesrepublik und etwa 250 000 Euro jeweils das Internationale Olympische Komitee und eine Stiftung aus den USA.

Der „Erinnerungsort“ soll den zwölf Opfern des Attentats von 1972 – elf israelische Sportler, ein bayerischer Polizist – gewidmet sein. Der bisherige, umstrittene Entwurf sah einen horizontalen Einschnitt in den Hügel vor, ein Dach, auf elf (jetzt zwölf) Säulen ruhend. Geplant sind Biografien der Opfer und Bildschirme mit TV-Material. Weiterhin soll es Sichtachsen zu den Orten des Geschehens im Olympischen Dorf geben.

Bis heute mache das Attentat im Umfeld der friedlichen Spiele die Menschen tief betroffen, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). „Es darf nicht in Vergessenheit geraten.“ Bisher allerdings steht der Gedenkort unter keinem guten Stern. Anwohner beschwerten sich, fühlten sich schlecht eingebunden, sammelten über 1000 Unterschriften und bemängelten die Architektur als zu klotzig. „Jetzt gibt es eine zweite Chance, es besser zu machen und bei der Gestaltung die Bürgervertreter von Anfang an einzubeziehen“, sagt die SPD-Abgeordnete Ruth Waldmann. Noch macht es nicht den Anschein, als würde das reibungslos klappen. Die Planung ist trotz Kabinettsbefassung noch geheim. Hinter den Kulissen ist die Nervosität wohl sehr hoch. Das beteiligte Architekturbüro aus der hinteren Oberpfalz mag nicht sagen, wie der Entwurf aussieht. Das Kultusministerium will auch keine Visualisierung haben. Die Staatskanzlei sagt nur, dass sie gut findet, was das Ministerium da so macht. Das Kabinett scheint also etwas beraten zu haben, ohne zu wissen, wie es aussieht – angesichts der im Raum stehenden Steuergelder ein ungewöhnliches Vorgehen. Spaenle lässt mitteilen, er wolle Mitte Juli den aktuellen Entwurf vorstellen.

Noch stehen letzte Gremiensitzungen aus. Der Zeitplan insgesamt ist wohl wackelig. „Herbst 2016“ nennt die Staatsregierung offiziell, Staatskanzleiminister Marcel Huber (CSU) sagt, das sei „schon ambitioniert“.

Ein kleinerer Erinnerungsort ist auch in Fürstenfeldbruck geplant. Auf dem Fliegerhorst dort waren neun israelische Sportler und der Polizist (sowie fünf der palästinensischen Angreifer) gestorben.

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