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Die TU München (Archivfoto)

Erste Entwarnung durch Polizeipräsidium

TU-Warnung kursiert im Netz - Münchner Polizei ermittelt und beruhigt

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Ein Foto von einer Waffe, dazu die Warnung, am Montag die Technische Universität München zu meiden: Im Internet kursiert diese mysteriöse Botschaft. Das sagt die Polizei dazu.

Update von Sonntag, 18. Februar, 21.02 Uhr: 

Der Pressesprecher der TU München, Dr. Ulrich Marsch, zeigt sich erleichtert und lobt die Arbeit der Polizei: "Die Münchner Polizei hat rasch auf die Internet-Meldung reagiert, gründlich und umsichtig untersucht sowie die TUM stets auf dem Laufenden gehalten. So konnten wir gemeinsam Mitarbeitende, Studierende und Öffentlichkeit informieren und zur Entspannung der Lage beitragen. Ein herzliches Danke an die Münchner Polizei!“

Update von Sonntag, 18. Februar, 15.36 Uhr:

Nun teilte das Polizeipräsidium München mit, dass es Ermittlungen gegen „Initiator“ eingeleitet hat. Der Vorwurf: Störung des öffentlichen Friedens nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuches. Es würde nach bisherigen Ermittlungen keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung geben. Das Foto sei auch in einem anderen Zusammenhang im Internet gefunden worden, was dafür spricht, dass es sich hierbei um einen Hoax, also einen Falschmeldung bzw. einen schlechten Scherz im Internet handelt. 

Update von Sonntag, 18. Februar, 13.50 Uhr:

Die Polizei München teilte am Sonntagnachmittag auf Nachfrage unserer Onlineredaktion mit, dass es derzeit „keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährung“ an der Technischen Universität München gebe. Auch via Twitter gab die Polizei dies bekannt. Wie berichtet, kursiert im Netz ein Bild von einer Waffe mit der Warnung, am Montag die TU München zu meiden.

Polizeisprecher Wolfgang Behr sagte, es werde derzeit weiterhin versucht, an die Betreiber der Homepage 9gag.com zu kommen - dort ist die Warnung aufgetaucht. „Wir müssen dabei aber auch in Zeitzonen vordringen, wo die Leute jetzt noch tief schlafen“, so Behr. Dies erschwere es zusätzlich, den Verantwortlichen der angeblichen Warnung zu finden. Stelle sich heraus, dass es sich um eine bewusste Falschmeldung handle, werde der Verantwortliche womöglich wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Ankündigung von Straftaten angezeigt. Dies sei aber nur möglich, wenn er sich in Deutschland befinde. 

Mysteriöse Warnung im Netz

Auf der Internetseite 9gag.com tauchte am Samstag eine mysteriöse Warnung auf. Jemand veröffentlichte auf der Seite ein Foto von einer Waffe samt Patronen, dazu der Schriftzug: „"Fellow 9gaggers, don't go to Technical University of Munich on Monday. You gave me the best moments of my life! I want you to live!".  Übersetzt: „Geht nicht zur Technischen Universität in München am Montag. Ihr habt mir die besten Momente meines Lebens beschert! Ich will, dass ihr lebt!“

Inzwischen sind Bild und Text nicht mehr auf 9gag.com zu finden. Doch es gibt Screenshots davon - und Studenten der Münchner TU sind alarmiert. 

Polizei ermittelt, was dahinter steckt

Auch die Polizei München wurde über die angebliche Warnung informiert, wie ein Polizeisprecher gegenüber unserer Onlineredaktion bestätigte - unter anderem via Twitter mit der Bitte, die Warnung zu überprüfen. Die Ermittlungen würden laufen, so der Sprecher. „Momentan haben wir noch keinen konkreten Hinweis, ob die Sache Substanz hat.“ Man sei dabei herauszufinden, wer die Warnung online gestellt hat, um dann Kontakt mit dieser Person aufzunehmen. 

Der Polizeisprecher sagt, es sehe derzeit nicht danach aus, dass die Warnung einen ernsten Hintergrund habe. „Schließlich wurde sie auf einer Seite verbreitet, wo Gags und Scherze miteinander geteilt werden.“ Hundertprozentig sicher, dass das Ganze nur ein Scherz sei, könne man sich jedoch erst sein, wenn man mit dem Verfasser der Nachricht gesprochen habe.

Nachrichten von besorgten Studenten

Studenten der Münchner Technischen Universität machen sich jedenfalls Gedanken. „Ich schreibe am Montag an der TUM eine Prüfung und würde das ungern mit mulmigem Gefühl tun. Danke schon mal im Voraus für die Nachforschungen“, lautet eine Nachricht an die Polizei München auf Twitter. Auch unsere Onlineredaktion erreichte eine besorgte Mail: „Ich würde ungern morgen (Montag) in die Uni gehen, bevor ich wüsste, wir es aussieht“, schrieb uns eine Studentin der TU München.

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