CSU für Gerechtigkeit bei der Erbschaftssteuer

Beim Thema Erbschaftssteuer fühlt sich Staatssekretär Georg Fahrenschon (CSU) wohl. In Kirchheim berichtete er Aktuelles vom Kurzausflug nach Berlin.

Von Feldkirchen bis Garching waren CSU-Mitglieder und Interessierte in den Merowinger Hof gekommen, um dem Fachmann zuzuhören. Wer keine Kinder hat, wie die Landwirtin aus Garching, und das Vermögen gern steuergünstig den Nichten und Neffen vererben will, wird es auch künftig nicht leicht haben. Ein Besucher forderte mehr Gerechtigkeit ein bei der Grundstücksbewertung.

Da könne doch der Quadratmeter Grund in Bayern nicht genauso bewertet werden wie in Mecklenburg-Vorpommern. Weg vom Verkehrswert, hin zum typisierten Ertragswert, laute die Forderung der CSU in dieser kniffligsten Frage der Änderung der Erbschaftsteuer, so Fahrenschon. Dann redete er über Abschmelzmodelle, Schenkungen, Erhalt von Betrieben, darüber, dass "die Landwirtschaft nicht zum Verlierer der Erbschaftssteuer werden darf".

Bedauerlich sei, dass das Bundesverfassungsgericht die Erbschaftssteuerbefreiung für Immobilienvermögen aufgehoben habe. In Österreich habe das Verfassungsgericht es anders gesehen: Da werde eine Immobilie eben als nicht mobil, also nicht so schnell nutzbar angesehen und mit Befreiungen und Abschlägen behandelt. So einen Sonderweg hätte er sich auch für Deutschland gewünscht.

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