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Peter Z. ging vor Gericht.

War das erlaubt?

Gerichtsvollzieherin schmiss ihn aus der Wohnung: Nun klagt er

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München - Als die Gerichtsvollzieherin an seiner Tür klingelte, konnte Peter Z. gerade noch seine Hose anziehen. Die Frau warf ihn sofort aus seiner Wohnung und ließ ihn nicht mehr zurück - war das erlaubt?

Als es um 7.28 Uhr an seiner Tür Sturm klingelt, schafft es Peter Z. (61) gerade noch, seine Hose anzuziehen. Draußen wartete unangenehmer Besuch: und zwar die Gerichtsvollzieherin. Sie warf den Unternehmer am 26. September raus und ließ ihn nicht mehr in seine Dachgeschoss-Wohnung in der Jensenstraße zurück.

War das erlaubt? Darum geht es seit Donnerstag in einem zivilen Prozess vorm Amtsgericht. Die Vorgeschichte: Peter Z. lebte seit März 2015 in der Zwei-Zimmer-Wohnung – als Untermieter zahlte er 500 Euro pro Monat an seinen Vermieter. Als dieser krank wurde und zwei Jahre lang keine Miete zahlte, griff der Eigentümer durch und besorgte sich einen gerichtlichen Titel. Folge: Die Wohnung des Hauptmieters wurde geräumt. Das hatte auch Konsequenzen für Peter Z.: Da ein Titel gegen ihn nicht möglich war, besorgte sich der Eigentümer eine einstweilige Verfügung. So kam’s zu seinem Rauswurf, gegen den der Unternehmer jetzt klagt. Er sagt: „Ich konnte nur ein paar Bilder mitnehmen, alle meine übrigen Sachen liegen noch in der Wohnung. Die Gerichtsvollzieherin drohte, es sei Hausfriedensbruch, wenn ich noch mal reingehe.“

Eine harte Maßnahme, die die Richterin aber rechtfertigte: „Es handelt sich um eine verschärfte Vorschrift, die noch jung ist – aber sehr unangenehm für die Betroffenen.“

Laut Eigentümerin wusste Z. schon länger Bescheid, dass er raus muss. Er aber bestreitet, dass ihre E-Mail bei ihm ankam. Die Gerichtspost erreichte ihn nur bei seiner Familie in Würzburg. „Es liegt ein krasser Verstoß gegen das rechtliche Gehör vor“, sagte sein Anwalt Adam Ahmed. Nächste Woche entscheidet das Gericht den Fall!

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