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Gewaltexzess: Die Schüler haben auf einer Klassenfahrt in München zwei Menschen lebensgefährlich verletzt.

Gewaltexzess: Schweizer Schüler voll schuldfähig

München - Im Münchner Prozess gegen drei Schweizer Jugendliche wegen versuchten Mordes haben Gutachter den Angeklagten volle Schuldfähigkeit attestiert.

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Laut psychologischen und psychiatrischen Gutachten waren zwar zwei der jetzt 17-Jährigen alkoholisiert, aber nicht so sehr, dass ihre Steuerungsfähigkeit eingeschränkt war. Bei dem dritten ergab die Alkoholkontrolle 0,0 Promille. Alle drei seien intelligent, nicht überdurchschnittlich aggressiv und insgesamt unauffällig, berichtete eine Justizsprecherin am Freitag über die in dem nicht-öffentlichen Prozess vorgelegten Gutachten. Der Reifeprozess der Jugendlichen entspreche ihrem Alter.

So titelten damals die Schweizer Zeitungen

Die drei Schüler einer Berufsaufbauschule im schweizerischen Küsnacht werden des Mordversuchs und der gefährlichen Körperverletzung beschuldigt. Sie sollen während einer Klassenfahrt nach München am 30. Juni 2009 fünf Passanten grundlos schwer misshandelt haben. Zwei Opfer wurden lebensgefährlich verletzt.

Die Angeklagten haben zu dem Vorwurf in der seit März andauernden Verhandlung geschwiegen. Auch bei den Gutachtern machten sie keine Angaben. Die Sachverständigen hatten der Justizsprecherin zufolge “den Eindruck, dass alle drei gern geredet hätten“. Sie hätten ihr Schweigen mit dem Rat ihrer Anwälte begründet.

In dem ursprünglich nur auf sieben Tage terminierten und mehrfach verlängerten Prozess hat die Jugendstrafkammer inzwischen weitere Sitzungstage bis 14. Oktober festgesetzt. Die Verzögerung ist auf weitere Beweisanträge der Verteidigung zurückzuführen. “Je später solche Anträge gestellt werden, desto mehr lässt sich eine Verhandlung verzögern“, erläuterte die Justizsprecherin.

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