Gotzinger Platz: Wohnungen sollen die Moschee ersetzen

München - Eine andere Moschee oder lieber neue Wohnungen für Sendling? Nach dem Aus für die Moschee des Islam-Vereins Ditim ist eine Diskussion darüber entbrannt, was mit dem leeren Gelände geschehen soll.

Auf dem Gotzinger Platz in Sendling wollen die örtliche CSU und die FDP dort bald Wohnungen in die Höhe wachsen sehen. Nach dem Aus für das Moscheeprojekt des islamischen Vereins „Ditim“ haben sie im Bezirksausschuss einen entsprechenden Vorschlag gestellt. Doch der rot-grün geführte BA will erst abwarten, was die Stadt mit dem Gelände vorhat.

Voraussichtlich Ende April entscheidet der Stadtrat, wie es in Sendling weitergeht. Der Bebauungsplan für den Platz ist auf eine Moschee zugeschnitten. Doch noch ist nicht klar, ob tatsächlich umgeplant wird. OB Christian Ude (SPD) könnte sich hier ein anderes Moschee-Projekt vorstellen. „Das Grundstück gehört der Stadt, es ist leer, eine dichte Bebauung und eine religiöse Nutzung sind möglich“, sagte er vor einer Woche unserer Zeitung.

Im Sendlinger BA haben CSU und FDP andere Vorstellungen für den Platz. Beide Fraktionen fordern, den Kaufvertrag mit Ditim rückgängig zu machen und die Fläche für den Wohnungsbau zu nutzen. Der CSU-Antrag, dem sich die FDP anschloss, forderte zudem die Einstellung jeglicher Maßnahmen im Rahmen des Bebauungsplans – weil laut CSU-Fraktionschef Oliver Simon nach der Absage Ditims das Planungsinteresse weggefallen sei. Mit seiner rot-grünen Mehrheit erreichte der BA-Vorsitzende Günter Pelkowski (SPD), den Antrag bis zur Entscheidung im Stadtrat zurückzustellen. br

Bastian Reichert

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