Ergebnis da: Boris Johnson folgt May - Kommt jetzt der No-Deal-Brexit?

Ergebnis da: Boris Johnson folgt May - Kommt jetzt der No-Deal-Brexit?
Nie aufgeben! Ein komischer Vogel beim Wal-Kampf.

Die größte Graffiti-Galerie Deutschlands

München - Die professionelle Münchner Graffiti-Szene ist brav geworden. Der Beweis dafür kann ab sofort unter der Donnersbergerbrücke besichtigt werden.

Auf dutzenden Pfeilern durften die Spray-Künstler ihre Motive verwirklichen - in Zusammenarbeit mit dem Münchner Baureferat. Seit 2011 läuft dort bereits ein Projekt, bei dem die kahlen Betonbauten unterhalb der Brücke mit Graffitis verschönert werden. Alles beaufsichtigt vom Baureferat, das die Kunstwerke als eine Aufwertung der Brücke versteht. Für die Künstler hingegen ist es die Möglichkeit, legal zu zeigen, was sie können. Und dabei nicht in irgendeine dunkle Unterführung am Stadtrand abgeschoben zu werden.

Eine der 40 Künstlerinnen und Künstler, die sich unter der Donnersbergerbrücke verwirklicht haben, ist Nadja Voss. Sie ist Teil der „Writers Corner München“, einem Zusammenschluss der Graffiti-Szene, die mit dem Baureferat zusammenarbeitet. Nadja Voss sagt, dass die gesprayten Kunstwerke dort die größte Ausstellung von Graffiti in Deutschland ist - nach der Berliner Mauer. Für die Künstler ist das auch eine Art Visitenkarte. Voss zum Beispiel verdient ihr Geld unter anderem mit Auftragsarbeiten für einen österreichischen Energydrink-Hersteller. Die vergangenen zwei Monate hat sie die Arbeiten unter der Brücke beaufsichtigt: „Die Writers Corner hat darauf geachtet, dass sich unter der Brücke nur diejenigen Sprayer verewigen dürfen, die engagiert und zuverlässig sind.“

Um auf einer öffentlichen Fläche wie den Pfeilern unter der Donnersbergerbrücke überhaupt sprühen zu dürfen, müssen die Künstler einen Antrag stellen. Darin muss der Entwurf des geplanten Werks enthalten sein. Wer einen Platz für seine Ideen bekommt, entscheidet dann das Baureferat. Dafür wiederum kommt die Behörde für die Materialkosten der Künstler auf. Peter Schaller ist Abteilungsleiter im Baureferat und zuständig für die Graffiti-Projekte. Er weiß, dass von der Zusammenarbeit letztenendes auch der Steuerzahler profitiert. Er sagt: „Auf diese Art können wir Bauwerke schöner machen - und Geld für die Entfernung von Schmierereien sparen.“ Dafür fallen dem Referat zufolge 30 000 Euro im Jahr an.

Den Grünen geht das allerdings nicht weit genug. Sie wollen in Kürze gemeinsam mit der Rosa Liste ein Antragspaket präsentieren, mit dem sie die Bedingungen und Arbeitsmöglichkeiten für Street Art-Künstler verbessern wollen. Konkret soll es um mehr Flächen, die Schaffung einer Instanz in der Stadtverwaltung als Ansprechpartner sowie die Ausrichtung eines „Street Art Festivals“ gehen.

von Patrick Wehner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Stammstrecke an allen August-Wochenenden dicht: Lässt die Bahn Pendler kostenlos fahren?
S-Bahn München: Die Stammstrecke bleibt an allen August-Wochenenden gesperrt. Nun attackiert der Händlersprecher die Deutsche Bahn. 
Stammstrecke an allen August-Wochenenden dicht: Lässt die Bahn Pendler kostenlos fahren?
Zur Wiesnzeit: Obama kommt nach München, hat aber nicht nur Zeltbesuche geplant
Hoher Besuch in München: Barack Obama will schon bald in der Landeshauptstadt vorbeischauen. Das hat er vor.
Zur Wiesnzeit: Obama kommt nach München, hat aber nicht nur Zeltbesuche geplant
IT mehr als 44 Stunden ausgefallen! Das Pannen-Protokoll des KVR
Das Pannen-Protokoll des KVR! Seit März ist in den städtischen Bürgerbüros die IT mehr als 44 Stunden ausgefallen. Das bringt folgenschwere Probleme mit sich.  
IT mehr als 44 Stunden ausgefallen! Das Pannen-Protokoll des KVR
181 Staus in München! Wenn ein Unfall die ganze Stadt lahm legt ...
181 Staus in München! Wenn ein Unfall die ganze Stadt lahm legt ...

Kommentare