Tragischer Frontalunfall auf der Ortsumfahrung fordert zweites Todesopfer

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So stellen sich die Grünen beispielsweise die Brunnenstraße vor. 

Grünes Konzept für autofreien Altstadtsommer

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Der Stadtrat soll sich wohl am 2. Mai mit einem Grundsatzbeschluss zur autofreien Innenstadt bekennen. Die Grünen sind aber die abstrakten Debatten leid und fordern konkrete Maßnahmen zur Umsetzung. Dazu hat die Fraktion Anträge lanciert, die einen fixen Zeitplan für die Umsetzung vorsehen.

Die Forderungen nach einer autofreien Altstadt sind beinahe so alt wie die Grünen. 1990 im Kommunalwahlkampf waren die Wünsche bereits verankert. „Jetzt, 30 Jahre später, scheint etwas zu passieren“, sagt Grünen-Fraktions-Chef Florian Roth. In den vergangenen 30 Jahren waren die Grünen aber auch 24 an der Regierung im Rathaus. „Die großen Fraktionen, auch die SPD, haben sich immer dagegen gesperrt“, sagt Roth. Nun hatte OB Dieter Reiter (SPD) aber unlängst im Interview mit unserer Zeitung durchblicken lassen, sich eine autofreie Altstadt vorstellen zu können. Die Grünen haben nun fünf Anträge lanciert, die Vorschläge enthalten. „Konkrete Maßnahmen und klare Beschlüsse“, fordert Roth.

Denn die Debatte sei oft zu abstrakt und negativ konnotiert, ergänzt Grünen-Chefin Katrin Habenschaden. „Wir sprechen über Einschränkungen, aber nicht darüber, was uns eine autofreie Innenstand an Lebensqualität bringt.“

Daher möchten die Grünen einen Testlauf. Unter dem Motto autofreier Altstadtsommer sollen schon im August möglichst viele Autos ausgesperrt werden. Ausnahmen bilden die Blaulichtfraktionen, Anwohner- und Lieferverkehre sowie die Zufahrt für Mobilitätseingeschränkte. Die so frei werdenden Straßen sollen analog zum Konzept „Lebendige Straßen“ im belgischen Gent bespielt werden, also mit Rollrasen, grünen Teppichen, Bars, Spielplätzen und Picknick-Ecken.

Ferner ist gewünscht, dass die oberirdischen Parkplätze sukzessive reduziert werden sollen. Von den jetzt 2200 Stellflächen soll bis Herbst 2020 lediglich die Hälfte übrig bleiben. Und die wiederum soll nur Anwohnern vorbehalten sein.

Ein weiterer Antrag sieht vor, die Geschwindigkeit innerhalb des Altstadtrings flächendeckend auf Tempo 30 zu reduzieren. In geeigneten Straßen mit vielen Geschäften und hohem Fußgängeraufkommen könnte auch nur Tempo 20 gelten. Als vierten Punkt möchten die Grünen, dass der Ausbau des Thomas-Wimmer-Rings sowie die Gestaltung der Ludwigbrücke, der Zweibrückenstraße und des Isartorplatzes noch mal überdacht werden. Eine letzte Forderung sieht Busparkplätze, etwa am Thomas-Wimmer-Ring oder an der Blumenstraße vor. Reisebusse sollen diese Stellen anfahren und dort parken. Die Münchner Verkehrsgesellschaft soll zudem ein günstiges Gruppenticket entwickeln. Ein Grundsatzbeschluss über die autofreie Innenstadt soll am 2. Mai fallen. 2019. Nicht in 30 Jahren.

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