1860 trauert um „Atom-Otto“

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Der Halbjahresbericht des Gutachterausschusses offenbart: Immer weniger Wohngrundstücke werden verkauft.

Fast ein Fünftel weniger Verkäufe

Halbjahresbericht ist da! Wohnbau droht Rückwärtsgang

München - Die Immobilienpreise in München steigen weiter, freien Baugrund gibt es kaum noch. Dementsprechend ist die Zahl der verkauften Wohngrundstücke rückläufig. Das geht aus dem Halbjahresbericht des Gutachterausschusses hervor.

Wohin der Trend bei den Münchner Immobilien geht – man ahnt es schon. Die Preise steigen weiter. Wie lange das noch so gehen kann, die Experten sind sich da nicht einig, aber im Moment gehen die Quadratmeter-Preise weiter durch die Decke. Das lässt sich aus dem Halbjahresbericht des Gutachterausschusses der Stadt ablesen, der gestern vorgelegt wurde.

Demnach muss man bei Neubauwohnungen in durchschnittlicher Wohnlage im Moment 6650 Euro pro Quadratmeter hinlegen (siehe Grafik), in guten Wohnlagen sind es im Schnitt 7350 Euro. Bei Bestandswohnungen, die den Eigentümer wechseln, liegen die Preise zwischen 6350 und 8900 Euro – je nach Wohnlage und Ausstattung.

Insgesamt wechselten rund 5560 Eigentumswohnungen, Büros, Läden und Tiefgaragenstellplätze den Eigentümer, darunter waren etwa 2000 Neubauobjekte. Das sind vier Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2015. Der Geldumsatz stieg deutlich stärker um elf Prozent.

Wer gerne in eine neu gebaute Doppelhaushälfte einziehen würde, muss im Schnitt bei 130 Quadratmetern Wohnfläche und 250 Quadratmetern Grund mit 940 000 Euro rechnen, bei bestehenden Doppelhaushälften werden durchschnittlich 860 000 Euro bezahlt – bei gleicher Wohnfläche aber 100 Quadratmetern mehr Grund. Der Bestand ist also ein klein wenig günstiger. Insgesamt wurden laut Bericht sieben Prozent weniger Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der Geldumsatz sei dennoch gestiegen, was auch in diesem Segment für weiter steigende Preise spricht.

Laut Bericht ist der Verkauf von unbebauten Grundstücken im ersten Halbjahr 2016 rückläufig gewesen. 19 Prozent weniger Verkäufe wurden registriert, der Geldumsatz sank um 15 Prozent. Der Grund ist laut Gutachterausschuss aber keineswegs eine sinkende Nachfrage nach Baugrund, sondern schlichtweg der Mangel an Grundstücken. „Erneute Preissteigerungen verweisen auf einen unverändert hohen Nachfrageüberhang auf dem Grundstücksmarkt“, schreibt der Ausschuss.  

wha

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