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Harras-Umbau: Jetzt geht es los

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München - Mit leichter Verspätung beginnen die ersten Maßnahmen zur Neugestaltung des Harras. Für über sieben Millionen Euro soll der Verkehrsknoten bis Ende 2012 zu einem südländisch anmutenden Platz umgebaut werden.

Schöner und gemütlicher soll er werden, der neue Harras. Momentan warten dort nur genervte Menschen auf ihren Bus oder hetzen von einer auf die andere Straßenseite. Die schmalen Gehwege rund um den Verkehrskreisel tun ein Übriges.

Kern des Projekts ist die Umgestaltung der Verkehrsinsel, um die sich zur Zeit lärmend die Autos bewegen. Dafür verschwindet die stadtauswärts führende Nordspange der Albert-Roßhaupter-Straße vollständig, über einen dreiarmigen Knotenpunkt im Süden des Platzes wird in Zukunft der komplette Verkehr abgewickelt. Die bisherige Verkehrsinsel wird nach Norden bis zur Häuserfront erweitert und so zur Halbinsel, auf der die Passanten künftig verweilen sollen. Der neue Platz bietet auch Raum für einen Brunnen und geschwungene Sitzbänke und soll mit kleinformatigen Natursteinen bepflastert werden.

Nicht nur für Fußgänger, auch für motorisierte Verkehrsteilnehmer ergeben sich durch den Umbau Erleichterungen. Autofahrer, die von Süden her auf der Plinganserstraße fahren, erhalten künftig eine reguläre Linksabbiegerspur. Von Norden kommend können sie die Plinganserstraße geradeaus durchfahren, ohne um die Insel kurven zu müssen. Ein mögliches Hindernis: Rechtsabbieger in die Albert-Roßhaupterstraße haben eine scharfe Kurve zu bewältigen.

In einem ersten Schritt führt die Stadt nun vorbereitende Maßnahmen durch. Die Bushaltestellen in der Platzmitte werden in die Randbereiche der Albert-Roßhaupter-Straße beziehungsweise der Plinganserstraße verlagert. Zudem werden 20 Bäume gefällt. Im Frühjahr beginnen die eigentlichen Straßenarbeiten. Während der gesamten Bauzeit soll der Autoverkehr inklusive der insgesamt sechs Buslinien weiterfließen. Jürgen Marek, Sprecher im Baureferat, ist optimistisch, dass es kaum zu Verkehrseinschränkungen kommen wird. „Es kann höchstens sein, dass in Ferienzeiten temporäre Fahrbahnreduzierungen nötig sind.“ Generell wolle man aber zwei Spuren in beide Fahrbahnrichtungen erhalten. Für das staugeplagte München wäre das sicherlich eine gute Nachricht.

Im Herbst 2011 wird nach bisheriger Planung der Verkehr in der endgültigen Lage fließen. Bis Ende 2012 dauern die Arbeiten auf der Halbinsel an. Danach wird sich zeigen, ob der Harras für die Bürger mehr sein kann als eine Durchgangsstation.

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