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Biaggio B. (60, r.) und Kollege Sakwan I. (18) wehrten sich gegen zwei Räuber im Supermarkt in der Blodigstraße.

Überfall im Supermarkt

Sie schlugen die bewaffneten Täter in die Flucht

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München - Im Hof seiner Filiale in Hasenbergl wurde ein Supermarkt-Chef von zwei bewaffneten Männern bedroht. Doch er und ein Mitarbeiter konnten die Täter in die Flucht schlagen. Vor dem Landgericht begann nun der Prozess.

Als er mit dem Messer attackiert wird, handelt Biaggio B. (60) blitzschnell. „Ich habe versucht, das einfach wegzuschieben mit meinem Körper. Angst hatte ich nicht. Denn ich dachte, das sind vielleicht nur ein paar durchgedrehte Jugendliche.“

Einer der Angeklagten.

Aber da hat sich der Supermarkt-Chef getäuscht! Im Hof seiner Filiale in der Blodigstraße (Hasenbergl) stehen am 4. Juli 2015 plötzlich zwei maskierte Männer – mit Messern. Laut Anklage hielten Ervis M. (33) und ein Komplize die Klingen bedrohlich in Richtung des Marktleiters. Doch mit seiner Reaktion hatten die beiden nicht gerechnet – er verscheuchte die beiden Angreifer einfach. Sein Kollege Sakwan I. (18) rief laut um Hilfe, als er die Szene sah. So verhinderten beide einen versuchten schweren Raub, wegen dem sich Ervis M. und Avni T. (41) nun vor dem Landgericht verantworten müssen. Dort legte Ervis M. mithilfe seines Verteidigers Christian Gerber am Mittwoch ein Teilgeständnis ab.

Ervis M. muss sich am Landgericht verantworten

Angeblich hatte M. anfangs nur einen Job gesucht und sich an Avni T. gewendet. Der soll ihn dann zum Überfall überredet haben. „Wenn ich es nicht tue, drohte er, mich und meine Familie umzubringen“, sagte Ervis M. Angeblich hatte T. die Tat geplant.

Der Supermarkt in der Blodigstraße.

Für Biaggio B. endete der Vorfall mit einem Tadel vom Chef. „Er sagte: Spinnst du? Warum bist du nicht weggerannt? Es ging um dein Leben!“ Für B. war es aber nicht der erste Überfall. „Vor fünf Jahren, in einem anderen Markt, kam ein Räuber mit Pistole und hatte mich per Kabelbinder gefesselt.“ Dieses Mal verjagte B. die Täter aber selbst!

A. Thieme

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