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Der Schwabinger Künstler Günter Mattei inmitten seiner Hellabrunner Plakate. Das Foto entstand im Jahr 2005 – jenem Jahr, als die Zusammenarbeit mit dem Tierpark endete. Für das Zeit-Magazin zeichnete der Grafiker sein Affen-Motiv neu.

Kult-Bilder 

Hellabrunn: Legendäres Tierpark-Motiv neu gezeichnet - das ist der Grund

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Der Schwabinger Grafikkünstler Günter Mattei zeichnete sein legendäres Tierpark-Motiv neu. Und das hat einen speziellen Grund. 

Hellabrunn - „Kommst Du?“ stand groß auf den Plakaten. Oder: „Wo bleibt ihr?“ Und wer das las, den packte die Sehnsucht: Auf geht‘s, endlich mal wieder die Elefanten und Kängurus besuchen! Sie sind legendär, die Werbeplakate für den Tierpark Hellabrunn, in feinsten Strichen gezeichnet vom Schwabinger Grafiker Günter Mattei. Aus dem Stadtbild sind die Plakate schon seit Jahren verschwunden – nicht aber aus der Erinnerung der Münchner. Nun lässt ein Magazin die Kult-Bilder wieder aufleben.

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Das wohl berühmteste von Matteis Tierpark-Motiven ist der telefonierende Schimpanse mit der Banane am Ohr. Es entstand, nachdem er einen „nervigen Wichtigtuer“ mit seinem teuren mobilen Telefon beobachtet hatte, wie der Künstler erzählt. Heute hat jeder ein Handy und sollte es vielleicht lieber öfter mal aus der Hand legen. Das ZEITmagazin München hat deshalb in seiner neuesten Ausgabe, die am Mittwoch erscheint, das Thema „Abschalten“. Passend dazu zeichnete Mattei deshalb den berühmten Affen wieder neu – nur dass der die Banane nun wie ein Smartphone benutzt.

„Es war eine schöne Zeit“

An die Zeit der Hellabrunner Werbung erinnert sich der heute 70-Jährige gern: „Es war eine schöne Zeit.“ 1982 hatte die Zusammenarbeit mit dem Zoo begonnen. Für das damals neue Lemurenhaus schuf der gebürtige Vorarlberger für seinen Freund, Zoodirektor Henning Wiesner, die aufwendigen Schautafeln. „Um die Tiere genau zu studieren, setzte ich mich sogar zu den Lemuren ins Gehege – die neugierigen Tiere haben mich so attackiert, dass ich so etwas später lieber nicht mehr gemacht habe“, erzählt er lachend.

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Weil die Zoobesucher die Schautafeln so liebten, entstanden später die Plakate und andere Publikationen, die über Jahre das Münchner Stadtbild prägten. 2005 beendeten Mattei und Hellabrunn die Zusammenarbeit – nach Unstimmigkeiten mit der kaufmännischen Leitung.

Günter Mattei ist bis heute unverändert als Grafiker aktiv. Derzeit unter anderem mit einer fantastischen Geschichte für Kinder von der Autorin Jutta Richter. Ansonsten träumt er davon, bald wieder mal monatelang in den Tropen zu sein.

Andrea Stinglwagner

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