Können’s nicht lassen: Im Sommer verabschiedeten sich Henry Heppel (li.) und Wolfgang Ettlich nach 33 Jahren von ihrer alten Kneipe. Jetzt eröffnen sie ihr Theater wieder. Foto: bod

Heppel und Ettlich ziehen in die Bel Etage

München - Es geht weiter mit „Heppel & Ettlich". Die beiden altgedienten Gastronomen Henry Heppel und Wolfgang Ettlich machen ein neues Theater auf - nachdem sie ihr altes erst im Sommer geschlossen haben.

Die Berliner ziehen mit bewährtem Konzept über dem „Drugstore“ an der Feilitzschstraße 12 ein – mitten im Herzen von Altschwabing. Die Bühne, die als „Heppel & Ettlich im Drugstore“ firmiert, eröffnet am 30. Oktober.

Man hatte schon das Gefühl, dass sie die Gastronomie immer mehr als Belastung empfanden, bevor sie die Kneipe an der Kaiserstraße dicht machten (wir berichteten). Dass aber auch die Bühne mit dran glauben sollte, das hat besonders Wolfgang Ettlich sehr geschmerzt: „Wir haben immer versucht, unser Theater zu erhalten“, sagt er. „Deshalb haben wir uns lange um das Theater 44 an der Hohenzollernstraße bemüht.“ Münchens älteste Privatbühne war im Mai nach 50 Jahren von den Betreibern Irmhild Wagner und Horst A. Reichel geschlossen worden. Der Einzug des „Heppel“ dort klappte nicht. „Das hatte unter anderem mit den technischen Voraussetzungen zu tun.“ Wie der Zufall wollte, habe er kurze Zeit später einen Anruf bekommen, sagt Ettlich. Das frühere „Bel Etage“ und dann „Schwabinger Kammertheater“ über dem Restaurant „Drugstore“ sei frei. „Sie fragten uns, ob wir nicht mit unserer Bühne einziehen wollen. Und das machen wir jetzt.“

Die Gegend wird so noch mehr zu einem Mekka der Kleinkunst. Nicht weit entfernt befinden sich die Lach- und Schießgesellschaft, das Monopol-Kino, das Lustspielhaus und das Vereinsheim. Ettlich: „Der Umzug steht für uns auch unter dem Motto ,zurück zu den Wurzeln‘: Der Wedekindplatz war ja in den 60er Jahren das eigentliche Kulturzentrum, bevor es sich zum Touristenzentrum wandelte. Hier haben wir in München unsere ersten Freundinnen kennen gelernt.“

Das neue Theater wird derzeit gründlich renoviert. 130 Quadratmeter stehen zur Verfügung – und eine Bar gibt’s natürlich auch noch. Von Freitag, 23., bis Donnerstag, 29. Oktober können die Münchner ab 19 Uhr in die neuen Räume hineinschnuppern. Täglich um 20 Uhr zeigt Ettlich seinen Dokumentarfilm „Schwabing – Meine nie verblasste Liebe“ (Reservierung: 089/38 88 78 20). Na, das passt ja. Johannes Löhr

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