Trotz "Nein" zu Olympia

Herrmann: Münchner S-Bahn-Ausbau kommt

München - Die Staatsregierung will den Ausbau der Münchner S-Bahn trotz des Neins der Bürger zur Olympia-Bewerbung „mit voller Kraft“ vorantreiben.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Montag der Nachrichtenagentur dpa, die zweite Stammstrecke und die Stärkung des S-Bahn-Netzes hätten hohe Priorität. „Sobald die Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen, wird das so schnell wie möglich vorangebracht.“ Für Garmisch-Partenkirchen dagegen sei es nach dem Bürgerentscheid schwieriger.

Das Projekt Kramertunnel, der den Ort vom Durchgangsverkehr nach Österreich entlasten soll, wolle die Staatsregierung auf jeden Fall fortführen. „Beim Wanktunnel und bei der Umgehung Oberau ist die Finanzierung jedoch nach wie vor völlig ungesichert“, sagte Herrmann. „Da wären Olympische Winterspiele möglicherweise ein Mittel gewesen, dass der Bund schneller Mittel zur Verfügung stellt.“ Der Wanktunnel soll den Verkehr Richtung Mittenwald und in die Skigebiete aufnehmen.

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Bei den Bürgerentscheiden habe eine Vielzahl von Motiven zusammengespielt, sagte Herrmann. Manchen passten die Verträge mit dem IOC nicht. Andere machen sich Sorgen um die Mietpreise oder um den Umweltschutz in den Alpen. „Ich sehe darin kein Signal, dass wir in Bayern generell keine Großprojekte mehr verwirklichen können.“ Dass sich der DFB für die Fußball-Europameisterschaft 2024 bewerben wolle, „finde ich gut. Es wäre sicher falsch, wenn Deutschland sich wegen dieser Bürgerentscheide von künftigen sportlichen Großereignissen verabschiedet“, betonte Herrmann.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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