Dicke Luft hinter altem Gemäuer: Das Landesamt für Statistik in der Münchner Fußgängerzone. Die Mitarbeiter sind über die Stellenverlagerung empört. Foto: Oliver Bodmer

Herrmann: Umzug des Statistik-Amtes ab Juni

München - Einer der größten Behördenumzüge in der Geschichte Bayerns kommt in Schwung: Vom 1. Juni an werden bis zu 240 Mitarbeiter des Statistischen Landesamtes nach Fürth ziehen.

„Damit machen wir den ersten konkreten Schritt der Verlagerung wesentlicher Teile des Landesamtes von München nach Fürth“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch anlässlich der Unterzeichnung des Mietvertrages.

Im vergangenen November hatte das Kabinett eine Verlagerung des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung beschlossen, um die Region Fürth nach der Quelle-Pleite und dem Verlust tausender Arbeitsplätze zu stärken. Seither protestieren immer wieder Mitarbeiter in München gegen die Umzugspläne. Der Präsident des Amtes, Karlheinz Anding, betonte, dass die Verlagerung einen tiefen Eingriff in das Leben der Menschen bedeute.

Herrmann geht davon aus, dass etwa 80 Prozent der rund 500 vom Umzug betroffenen Mitarbeiter nicht nach Franken mitkommen werden. Diese Stellen sollten dann in Fürth neu besetzt werden. Mit der Verlagerung des Amtes werde etwa Anfang 2013 begonnen. „Mir ist schon wichtig, dass das zügig angegangen wird.“ Ein Hinausschieben mache den Umzug nicht sozialverträglicher, sagte der Minister. Beschäftigten, die nicht nach Fürth mitgehen wollten, werde eine Stelle bei einer anderen Behörde angeboten. Ein Konzept für die Verlagerung will Herrmann dem Ministerrat im April vorlegen.

Noch steht nicht fest, in welches Gebäude in Fürth das Landesamt später ziehen soll. Die 7000 Quadratmeter große Fläche für die Zensus-Außenstelle wurde lediglich bis Ende 2012 angemietet – auch die Arbeitsverträge der rund 240 Mitarbeiter, die für die Volkszählung im kommenden Jahr benötigt werden, sind befristet. „Mit den ersten Neueinstellungen wird in Kürze begonnen“, sagte Herrmann. dpa

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