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Anschauungstermin: Die Richter-Kammer des Verwaltungsgerichts München macht sich selbst ein Bild vom Bordell "Euro Club" in der Bodenseestraße.

Hier sind die Richter im Bordell

München - Ein Arbeitstermin der anderen Art: Am Dienstag unternahm das Verwaltungsgericht München einen Ausflug in das Bordell Euro Club in der Bodenseestraße.  

Aber nicht die „leichten Mädchen“ lockten dienstlich ins Rotlicht-Milieu – es ging um drei Spielautomaten an der Wand, die dort schon seit Jahren hängen. Doch seit Kurzem besitzt das Bordell eine offizielle Gastronomie-Konzession.

Das Problem dabei: „Jetzt, wo wir kein Privat-Club mehr sind, durfte plötzlich das KVR bei uns Kontrollen machen. Und wollte nun, dass die Automaten wegkommen. Sonst gäbe es eine Strafe“, erklärt Bordell-Betreiber Oliver Epner. Denn das KVR ist der Meinung: „Spielautomaten dürfen in Schank- und Speisestätten stehen.

Beim Euro Club sehen wir dies aber nicht als Hauptnutzung“, sagt der Pressesprecher des KVR, Klaus Kirchmann. Also sollen die Automaten weg. Gegen diesen Beschluss des KVR klagte nun Epner zusammen mit dem Automatenaufsteller. „Ich brauche die Einnahmen. Teilweise ist es das Einzige, was mir am Monatsende übrig bleibt.“

Deswegen kam es am Dienstag zu einer Anschauung vor Ort mit der Richterkammer und dem KVR. Dort erklärte Epner der Gruppe im Beisein seines Anwalts: „Das Hauptgeschäft mache ich mit dem Ausschank.“ In einer ersten Besprechung zeigten sich die drei Richter der Kammer überzeugt von Epners Darstellung. Ein Urteil wird aber erst für Mittwoch erwartet.

mr

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