Der Bombenkrater aus der Vogelperspektive: Hier an der Feilitzschstraße explodierte am Dienstag die Bombe. Am Freitag konnte die Stadt die meisten Sperrungen aufheben. riedl

Hilfe für Betroffene der Sprengung

München - Nach der Bomben-Sprengung in Schwabing sind am Freitag fast alle Sperrungen wieder aufgehoben worden. Oberbürgermeister Ude verspricht Unterstützung in Härtefällen.

Die Feilitzschstraße ist wieder frei zugänglich. Einige Anwohner können aber nach wie vor nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Oberbürgermeister Christian Ude kündigte öffentliche Hilfen für die am schlimmsten Betroffenen an.

Durch die Sprengung der Fliegerbombe am Dienstag waren 17 Gebäude beschädigt worden, im näheren Umfeld zerplatzten fast alle Fensterscheiben. Die Haftungsfrage ist noch nicht abschließend geklärt. Man sei erleichtert, dass große Münchner Versicherer erklärt haben, Schäden regulieren zu wollen, hieß es aus dem Rathaus. Für Härtefälle soll es öffentliche Hilfen geben. „Die Stadt wird alles tun, um soziale Härten zu vermeiden“, versprach der OB. Wie genau die Hilfen aussehen können, müsse noch mit dem Freistaat besprochen werden.

Die Stadt lobte unterdessen die Hauseigentümer, die ihre Gebäude schnell in einen sicheren Zustand versetzt hätten. Am Freitag gab die Lokalbaukommission die Haimhauser- und die Marktstraße wieder frei. Auch die Feilitzschstraße ist für Fußgänger und den Anliegerverkehr geöffnet. Die städtische Kinderkrippe in der Hausnummer 6 bleibt voraussichtlich noch eine Woche geschlossen, weil zuletzt noch Schäden entdeckt worden sind (Infos über Ausweichplätze: Tel. 089/233 967 75).

Einzelne Bereiche bleiben noch gesperrt. Am schlimmsten getroffen hat es die Feilitzschstraße 11. Nach Angaben des Sozialreferats wurden für die Nacht auf Freitag zehn Anwohner in Hotels und einer Pension untergebracht. Für alle, die noch eine Unterkunft brauchen, gibt es ein Bürgertelefon (Tel. 089/2353-5555, täglich 8 bis 20 Uhr).

akg

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