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Laut Bund Naturschutz werden in München jährlich 2500 Bäume gefällt. 

Höhere Strafen: So wollen die Grünen Bäume besser schützen

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Nach Schätzungen des Bundes Naturschutz verliert die Stadt jedes Jahr 2500 Bäume. Die Grünen im Rathaus wollen dem Baumschutz nun mit einem sechsteiligen Antragspaket mehr Energie und Durchschlagskraft verleihen.

Ungenehmigte Fällungen sollen künftig härter geahndet werden. Neben den bisher üblichen Geldstrafen soll die Verwaltung auch prüfen, ob Baumvandalismus mit einem Entzug oder mit einer Reduzierung des Baurechts bestraft werden kann. Stadträtin Sabine Krieger sagte: „Niedrige Strafen werden oft einkalkuliert. Nur hohe Strafen können abschreckende Wirkung entfalten.“

Krieger beantragt außerdem, künftig für jede genehmigte Fällung mit verfügter Ersatzpflanzung eine Kaution in Höhe von 750 Euro zu verlangen, die erst zurückgezahlt wird, wenn der neue Baum gepflanzt ist.

Stadtrat Herbert Danner will zudem den Schutz von Großbäumen von mindestens 2,50 Metern Umfang verbessern. Er fordert, bei Fällanträgen für Bäume dieser Größe ein obligatorisches Fachgutachten über den Zustand einzuführen. „Gerade große Bäume sind für ein gutes Klima und die Artenvielfalt in der Stadt unverzichtbar“, sagt Danner.

In einem weiteren Antrag fordert Danner Oberbürgermeister Reiter auf, sich für eine Aufwertung des Baumschutzes bei Bauvorhaben einzusetzen. Danner: „Es ist angesichts der rasch fortschreitenden Verdichtung in der Stadt nicht mehr hinnehmbar, dass Bäume nicht einmal vor dem Bau einer Tiefgarage geschützt sind.“

Zwei weitere Anträge widmen sich einer Informationskampagne, die die wichtigen Funktionen und die Bedeutung von Bäumen – besonders Großbäumen -– für die Lebensqualität in der Landeshauptstadt aufzeigen sollen. Dem gleichen Ziel dient es, dem Stadtrat zwei Studien über den monetären Wert von Stadtbäumen (wurde in New York erstellt) und über die Wirkung von Bäumen auf Gesundheit und Wohlbefinden (aus Toronto) vorzustellen.

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