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Hopfenbauern optimistisch - Seehofer: Nachfrage so hoch wie nie

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Wolnzach/Berlin - Nach mehreren mageren Jahren blicken die Hopfenbauern heuer optimistisch in die Zukunft. "Die Perspektiven für den Hopfenanbau sind hervorragend. Die Nachfrage ist so hoch wie nie", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) am Montag laut Mitteilung bei der Eröffnung des Internationalen Hopfensymposiums in Wolnzach.

Unter dem Motto "Hopfenanbau 2020" beraten rund 150 Vertreter führender Hopfenanbauländer in aller Welt zwei Tage lang über Zukunftsfragen der Branche. Themen sind unter anderem Kosteneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit, Pflanzenzüchtung und -schutz, alternative Verwendungsmöglichkeiten von Hopfen sowie künftige Anforderungen an Hopfen und seine Produkte.

Trotz des kühlen und feuchten Wetters in diesem Frühjahr sehen die Hopfenbauern für den Anbau keine Probleme. "Der Hopfen ist voll im Zeitplan", sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer, Werner Brunner. Die Arbeiten liefen planmäßig. Derzeit werden die Hopfentriebe an Drähte "angeleitet", wo sie sich im Laufe des Sommers nach oben winden und spätestens bis Ende Juni die Gerüsthöhe erreichen. Danach bilden sich die Dolden aus.

Wie beim Malz sind auch beim Hopfen die Lager leer, die Brauer müssen nachkaufen. "Jetzt muss versucht werden, den Bedarf wieder entsprechend über den Anbau abzudecken, aus diesem Grund gibt es wieder bessere Vertragskonditionen", sagte Brunner. Die gestiegene Nachfrage wirke sich positiv auf die Preise aus.

In der Hallertau wird auf rund 14 000 Hektar Anbaufläche fast ein Drittel der weltweiten Hopfenproduktion erzeugt. "Hopfen ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, insbesondere in der Hallertau", erklärte Seehofer. "Hier ist Hopfen nicht nur die Seele des Bieres, sondern sogar die Seele einer ganzen Region."

dpa

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