Lkw fällt auf A8 Richtung München um - Totalsperre - Riesenstau im Berufsverkehr

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Derzeit kein Schmuckstück: Der Hochbunker an der Lautenschlägerstraße in Allach. foto: marcus schlaf / Simulation: Eberle/fkn

Ein Hotel mit Bunkergedanken

München - Der neue Entwurf für den Umbau des alten Hochbunkers in Allach findet die Zustimung der Stadt. Die Mauern werden von innen dünner gefräst.

Einen alten verfallenen Bunker in Allach in ein originelles kleines Hotel verwandeln – das war der Traum von Johann Lindner. Und der Unternehmer darf ihn weiter träumen: Die Stadtgestaltungskommission begrüßte den neuen, überarbeiteten Entwurf für das Hotel einhellig. Jetzt will Lindner eine Baugenehmigung beantragen – und so bald wie möglich loslegen.

Wie berichtet hatte Lindner, Geschäftsführer der Bavaria Bau und Boden, den alten Hochbunker an der Lautenschlägerstraße erworben. Sein Ziel: das achteckige Bollwerk mit seinen 2,30 Meter dicken Wänden und seinen winzigen Luftschlitzen zu einem romantischen Hotel mit Wohlfühl-Atmosphäre umzubauen. Doch bei seinem ersten Anlauf im Mai scheiterte Lindner mit seinem Vorhaben an den strengen Experten der Kommission. Der erste Entwurf hatte vorgesehen, aus dem Bunker ein völlig neues Gebäude mit einem Glaspavillon auf dem Dach zu machen, das stark an Jugendstilbauten erinnert. Die Kommission war geradezu entsetzt: Von „Aufhübschen“, „Kitsch“, gar von Disneyland war die Rede. „Der ursprüngliche Bunker müsste zumindest erahnt werden können“, forderte Stadtrat Walter Zöller (CSU), der die Sitzung leitete. „Diese Bauten gehören geschichtlich zum Stadtbild.“

Doch Lindner gab nicht auf. Er engagierte die Architektin Donata Eberle, die bereits einen Bunker an der Claude-Lorrain-Straße in ein Wohnhaus umgewandelt hatte – ein Projekt, das von Fachleuten sehr gelobt wurde.

Eberle erstellte einen neuen Entwurf für den Allacher Bunker – und präsentierte ihn nun der Kommission. Den Experten war das Aufatmen deutlich anzumerken: In Eberles schlichtem, klarem Entwurf ist der Bunker mit seiner achteckigen Struktur noch deutlich erkennbar. Eberle will die Außenwände erhalten und nur von innen soweit ausfräsen, dass sie um etwa einen Meter dünner werden. Innen soll es Platz für 16 bis 20 Zimmer geben. Statt des alten Spitzdachs hat sie ein Obergeschoss in ebenfalls achteckiger Form konzipiert. Darauf soll eine Dachterrasse einen herrlichen Ausblick bieten.

Mehrere Mitglieder der Kommission lobten den „intelligenten Ansatz“, mit dem der „Bunkergedanke“ aufgegriffen wurde. Das Gremium billigte den Entwurf einstimmig. „Sobald wir eine Baugenehmigung haben, wollen wir loslegen“, sagte Lindner. Er rechnet mit einer Bauzeit von rund neun Monaten.

jop

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